Münchner Startup setzt auf Elektro-Impulse für die Geothermie-Revolution
Münchner Startup setzt auf Elektro-Impulse für die Geothermie-Revolution
Münchner Startup will geothermische Energie revolutionieren: Elektro-Impulse statt Bohrer
Ein Münchner Startup nimmt sich eines der größten Hindernisse der Geothermie an: das Bohren in ausreichende Tiefen, um an extrem heißes Gestein zu gelangen. Telura, gegründet von Philipp Engelkamp und Andrew Welling, entwickelt eine neuartige Methode, die hochspannungsbasierte elektrische Impulse nutzt, um Gestein von innen aufzuspalten. Dieser Ansatz könnte die Tiefengeothermie wirtschaftlicher machen – besonders vor dem Hintergrund der wachsenden Nachfrage nach sauberer, grundlastfähiger Energie, etwa für KI-Rechenzentren.
Herkömmliche Bohrmeißel stoßen in extremen Tiefen an ihre Grenzen: Sie verschleißen schnell unter den harten Bedingungen. Teluras Lösung verzichtet vollständig auf mechanischen Kontakt. Stattdessen zersplittert die Elektro-Impuls-Technologie das Gestein durch kontrollierte elektrische Entladungen – das reduziert den Verschleiß und ermöglicht tiefere Bohrungen.
Das Startup konzentriert sich auf geschlossene Geothermie-Systeme, bei denen ein Wärmeträgermedium durch tiefes, heißes Gestein zirkuliert, ohne auf natürliche Wasserreservoirs angewiesen zu sein. Solche Systeme könnten enorme Energiereserven erschließen, doch wirtschaftliche und technische Hürden haben ihre Verbreitung bisher gebremst. Telura will diese Lücke schließen, indem es seine Technologie mit bestehender Bohrinfrastruktur kombiniert und so die Risiken bei der Umsetzung verringert.
Im März 2026 sicherte sich das Unternehmen eine Partnerschaft mit der SPRIND, der Bundesagentur für Sprunginnovationen, um seine Bohrmethode unter realen Bedingungen zu testen. Die Zusammenarbeit folgt auf eine erfolgreiche Pre-Seed-Finanzierungsrunde Ende 2025, bei der Telura 4 Millionen Euro einsammelte – unter anderem von Nucleus Capital, First Momentum Ventures und Possible Ventures.
Telura ist nicht allein in diesem Feld. Mindestens drei weitere europäische Unternehmen – Eavor, GreenFire Energy und die europäischen Partner von Fervo Energy – arbeiten ebenfalls an nicht-mechanischen Bohrtechniken. Ihre Ansätze basieren auf Plasma oder elektrischer Zerstörung, ähnlich wie Teluras Elektro-Impuls-Verfahren. Der Wettlauf um effizientere Geothermie-Nutzung nimmt an Fahrt auf.
Gelingt der Durchbruch, könnte Teluras Technologie den Zugang zu superheißem Gestein als Energiequelle erschließen – ein bisher kaum genutztes Potenzial. Die Fortschritte des Unternehmens spiegeln einen größeren Trend wider: Geothermie soll zu einer praktikablen Lösung für zuverlässige, CO₂-arme Energie werden. Mit laufenden Tests und gesicherter Finanzierung wird sich nun zeigen, ob das Elektro-Impuls-Bohren sein Versprechen einlösen kann.
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