EU-Staaten planen Asyl-Revolution: Rückführungszentren in Drittstaaten vorantreiben

Bayram Johann
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Eine große Gruppe von Menschen, die um einen langen Tisch mit Laptops, Mikrofonen und Papieren sitzen und an einer Sitzung des Europäischen Rates für Menschenrechte teilnehmen, mit drei Flaggen, zwei Fernsehgeräten und Deckenleuchten im Hintergrund.Bayram Johann

EU-Staaten planen Asyl-Revolution: Rückführungszentren in Drittstaaten vorantreiben

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz trafen sich europäische Politiker, um Pläne für neue Asylmodelle voranzutreiben. Im Mittelpunkt der Gespräche standen sogenannte Rückführungszentren – Einrichtungen in Drittstaaten, in denen Asylsuchende noch vor ihrer Einreise in die EU registriert und bearbeitet werden könnten. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt führte die Diskussionen darüber, wie diese Vorschläge rechtlich und praktisch umgesetzt werden können.

Vertreter aus sechs EU-Ländern, darunter Österreich und die Niederlande, nahmen an den Beratungen teil. Beide Staaten unterstützen die Initiative nun offiziell – gemeinsam mit Griechenland und Dänemark –, wodurch sich eine Kerngruppe bildet, die das Projekt vorantreibt.

Die Idee zu dieser Gruppe entstand zunächst in Nikosia, wo sich die Minister auf die Prüfung von Drittstaatenlösungen für das Migrationsmanagement verständigten. In München ging es nun darum, von grundsätzlichen Überlegungen zu konkreten nächsten Schritten überzugehen. Eine neue Arbeitsgruppe wurde eingerichtet, um Zeitpläne festzulegen und Verträge mit potenziellen Gastländern auszuhandeln.

Ein erstes greifbares Ergebnis ist eine Vereinbarung der Niederlande mit Uganda zur Einrichtung eines solchen Rückführungszentrums. Weitere Zentren dieser Art stehen jedoch noch aus. Die Gespräche in München zielten darauf ab, rechtliche Hürden zu überwinden und sicherzustellen, dass die Modelle mit EU-Recht und internationalem Recht vereinbar sind.

Dobrindt betonte, Europa sei bereit, Verantwortung zu teilen und innovative Ansätze zu erproben. An seiner Seite nahmen EU-Kommissar Magnus Brunner, der niederländische Asylminister David van Weel und Österreichs Innenminister Gerhard Karner teil. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche stand die Balance zwischen Effizienz und rechtlichem Schutz für Asylsuchende.

Das Treffen in München markierte einen Fortschritt bei der Umsetzung der Drittstaaten-Asylmodelle – vom Konzept zur politischen Praxis. Mit der offiziellen Unterstützung Österreichs und der Niederlande hat die Kerngruppe an politischem Gewicht gewonnen. In der nächsten Phase geht es nun darum, Abkommen final zu verhandeln und operative Herausforderungen zu bewältigen, bevor neue Zentren eröffnet werden können.

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