Rennrodel-Legende Hackl beendet nach 45 Jahren seine einzigartige Karriere
Rolf WendeRennrodel-Legende Hackl beendet nach 45 Jahren seine einzigartige Karriere
Georg 'Hackl-Schorsch' Hackl beendet nach über 45 Jahren im Rennrodeln seine Karriere
Der 59-jährige Berchtesgadener zog sich beim Weltcup-Finale in Altenberg vom aktiven Sport zurück. Damit endet die Laufbahn des erfolgreichsten Einzelrodlers der Olympischen Geschichte – mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen bleibt sein Erbe unübertroffen.
Hackls Karriere war geprägt von Triumphen und Herausforderungen. Jahrzehntelang verbrachte er die Winter auf Reisen, fast jedes Wochenende auf einer anderen Bahn im Einsatz. Seine Hingabe trug Früchte, besonders durch seine Arbeit mit der Trainingsgruppe 'Sonnenschein', aus der rekordverdächtige Olympiasieger hervorgingen.
Seit 2022 arbeitete er mit dem österreichischen Rodelverband zusammen und lobte stets den Teamgeist und die unterstützende Atmosphäre. Doch sein Abschied fällt in eine unsichere Zeit: Die Bahn in seinem Heimatort Königssee ist weiterhin teilweise zerstört, die Sanierung stockt. Hackl kritisierte die zögerliche Umsetzung scharf – im Vergleich zu Italien, das die Bahn in Cortina d'Ampezzo für die Olympischen Winterspiele 2026 in nur vier Jahren komplett modernisierte.
Thomas Schwab, Präsident des Deutschen Bob- und Schlittenverbandes (BSD), bezeichnete Hackl als einen der größten Athleten, die der Sport je hervorgebracht habe. Schwab ließ sogar durchblicken, dass ein kleines Comeback denkbar wäre, sobald die Königsseer Bahn wieder betriebsbereit ist – etwa als Mentor für die nächste Generation.
Mit Hackls Rücktritt endet eine Ära im Rennrodeln. Seine Leistungen setzen Maßstäbe, während seine Sorgen um Königssee die anhaltenden Probleme des Sports offenlegen. Nun liegt es am Verband, sein Wissen für künftige Talente zu bewahren.






