Thüringen testet als Vorreiter das digitale *"Once-Only"-Prinzip für weniger Bürokratie

Bayram Johann
Bayram Johann
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Eine Karte von Europa aus dem 19. Jahrhundert, die politische Grenzen zeigt, mit Text oben und unten.Bayram Johann

Thüringen testet als Vorreiter das digitale *"Once-Only"-Prinzip für weniger Bürokratie

Deutschland treibt die Digitalreform voran, um den Umgang der Bürger mit öffentlichen Dienstleistungen zu vereinfachen. Ein zentraler Baustein ist dabei das "Once-Only"-Prinzip, das Nutzern ermöglicht, ihre Daten nur einmal für alle Behörden einzugeben. Die jüngsten Fortschritte im Rahmen von OZG 2.0 zielen darauf ab, das System effizienter zu gestalten – Thüringen übernimmt dabei eine Vorreiterrolle als Testregion für neue digitale Standards.

Das erste Onlinezugangsgesetz (OZG) brachte zwar rund 1.500 Dienstleistungen ins Internet, doch viele davon entstanden in separaten, inkompatiblen Systemen. OZG 2.0 soll dies nun beheben, indem nicht nur die Antragstellung digital erfolgt, sondern auch die gesamte Bearbeitung innerhalb der Behörden online abläuft. Das Ziel: Papierkram abschaffen und isolierte Digitallösungen vermeiden.

Thüringen fungiert als "digitales Reallabor" im Rahmen einer Bund-Länder-Vereinbarung und erprobt dort das "Once-Only"-Prinzip, modernisiert Register und optimiert die digitale Verwaltung in Kommunen. Parallel hat Bayerns Digitalminister Fabian Mehring die Zahl der Faxgeräte im Freistaat halbiert – ein Zeichen für den Abschied von veralteter Technik.

Bis 2026 oder 2027 wird die BundID zur einheitlichen DeutschlandID weiterentwickelt, mit der Bürger ein einziges Konto für alle Behördengänge nutzen können. Dieser Schritt unterstreicht das wachsende Streben nach "digitaler Souveränität", die zunehmend als Teil der europäischen Identität verstanden wird. Bundesländer wie Hessen und Bayern setzen zudem auf den "Einer-für-alle"-(EFA-)Ansatz, um die öffentliche Verwaltung effizienter zu machen.

Die Änderungen durch OZG 2.0 sollen digitale Dienstleistungen beschleunigen und nutzerfreundlicher gestalten. Während Thüringen und andere Länder neue Systeme testen, steht nun die praktische Verbesserung im Vordergrund – nicht nur die Innovation. Die Umstellung auf ein einheitliches Konto und die vollständige Digitalisierung sollen Bürokratie für Bürger und Unternehmen gleichermaßen verringern.

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