Rekordprotest in München: Tausende fordern demokratischen Wandel im Iran
Rekordprotest in München: Tausende fordern demokratischen Wandel im Iran
München erlebte am Wochenende eine der größten Demonstrationen seiner Geschichte
Die Kundgebung fand am Odeonsplatz statt – demselben Ort wie die große anti-rechtsextreme Demonstration des Vorjahres. Nach Angaben der Veranstalter waren Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Iran, den USA, Israel und der Ukraine angereist, aber auch aus ganz Europa. Ein häufig skandierter Slogan war MIGA – "Make Iran Great Again" – eine Anlehnung an den amerikanischen politischen Spruch MAGA. Viele trugen zudem die iranische Flagge auf den Wangen bemalt, ein Symbol für ihren Aufruf zu nationaler Einheit.
Eine weitere, von der Volksmudschaheddin Iran organisierte Demonstration fand in der Nähe unter dem Motto "Weder Schah noch Mullahs" statt. Trotz dieser unterschiedlichen Ausrichtungen richtete sich ein großer Teil der Hauptkundgebung an die Unterstützung von Reza Pahlavi, dem Sohn des letzten iranischen Monarchen. Obwohl Pahlavi wiederholt betont hat, keine Macht anzustreben, sehen ihn viele Protestierende als Übergangsfigur. Seine politische Haltung hat sich über die Jahrzehnte gewandelt: Wurde er einst als Verteidiger der Pahlavi-Monarchie wahrgenommen, lehnt er heute eine Restauration ab und setzt sich stattdessen für einen demokratischen Übergang ein – wie er in jüngsten Interviews deutlich machte.
Die schiere Größe der Veranstaltung erinnerte an Münchens frühere Rekordkundgebungen. Die Polizei bestätigte die Teilnehmerzahl, was die Demonstration zu einer der bestbesuchten in der jüngeren Geschichte der Stadt macht.
Die Kundgebung spiegelte den tief verwurzelten Widerstand gegen das aktuelle iranische Regime wider, wobei sich die Demonstranten hinter Forderungen nach politischem Wandel vereinten. Die internationale Beteiligung und der Einsatz von Symbolen wie der iranischen Flagge unterstrichen die globale Reichweite der Bewegung. Sowohl Veranstalter als auch Behörden hoben die Dimension der Demonstration hervor und bewerteten sie als einen bedeutenden Moment in Münchens Geschichte des öffentlichen Protests.
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