Münchner Start-up revolutioniert Kalt-Datenspeicherung mit 1,6 Millionen Euro Investition
Münchner Start-up revolutioniert Kalt-Datenspeicherung mit 1,6 Millionen Euro Investition
Münchner DeepTech-Start-up Ewigbyte sichert sich 1,6 Millionen Euro für revolutionäre Kalt-Datenspeicherung
Das in München ansässige DeepTech-Start-up Ewigbyte hat in einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde 1,6 Millionen Euro eingesammelt, um die Branchenriesen im Markt für Kalt-Datenspeicherung herauszufordern. Das Unternehmen setzt femtosekundenkurze Laser ein, um Daten in Quarzglas zu kodieren – und verspricht so eine dauerhafte Archivierung über Jahrhunderte hinweg, ganz ohne laufende Kosten. Doch der Einstieg in einen von Magnetbändern und Tech-Giganten wie Microsoft dominierten Markt wird kein einfaches Unterfangen.
Die Finanzierungsrunde wurde von Vanagon Ventures und Bayern Kapital angeführt, mit zusätzlicher Unterstützung durch Business Angels aus dem Netzwerk von BayStartUP. Nun steht Ewigbyte vor der Aufgabe, zu beweisen, dass seine Technologie etablierte Lösungen übertrifft – und gleichzeitig bis 2026 für den kommerziellen Einsatz skalierbar ist.
Der globale Markt für archivierte Daten, auch Kalt-Datenspeicherung genannt, wird derzeit auf 160 bis 180 Milliarden Euro geschätzt. Bis Mitte der 2030er-Jahre könnte er laut Prognosen auf über 450 Milliarden Euro anwachsen. Ewigbyte betritt diesen Markt mit einer kühnen Behauptung: Seine glasbasierte Speichertechnologie halte hundert Jahre und länger, ohne teure Wartung zu erfordern.
In den letzten Jahren hat die optische Datenspeicherung rasante Fortschritte gemacht. Forschungen zu 5D-Speichern – bei denen Femtosekundenlaser Daten in mehreren Dimensionen in Quarzglas einbrennen – haben Petabit-Kapazitäten und extrem lange Stabilität erreicht. Microsofts Project Silica demonstrierte dies 2021, indem es einen Warner-Bros.-Film in Glas archivierte. Das von der EU geförderte 5D-Memory-Projekt zog nach und skalierte Prototypen bis 2024 auf 360 Terabyte pro Kartusche. Gleichzeitig trieben Universitäten wie Southampton und Forschungsinstitute wie das japanische RIKEN die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten auf über 1 Gigabit pro Sekunde voran.
Ewigbyte ist in diesem Bereich nicht allein: Neben Microsofts Project Silica arbeitet auch der deutsche Konkurrent Cerabyte daran, Glas als Speichermedium kommerziell nutzbar zu machen. Doch Ewigbyte argumentiert, seine Lösung biete digitale Souveränität – ein entscheidendes Verkaufsargument für europäische Behörden, Banken und kritische Infrastrukturen. Das Unternehmen plant, Speicher als Dienstleistung (Storage-as-a-Service) anzubieten, um die Einstiegshürden für Kunden zu senken. Dafür sind jedoch hohe Vorabinvestitionen nötig.
Auf der Roadmap des Start-ups steht die Entwicklung eines Prototyps für Pilotprojekte bis 2026 – unterstützt durch einen kürzlich geschlossenen Validierungsvertrag mit der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND). Dennoch bleiben technische Hürden: Ewigbyte muss den Schreibprozess massiv parallelisieren und nachweisen, dass die Gesamtbetriebskosten unter denen von Magnetbändern liegen. Gelingt dies, konkurriert das Unternehmen nicht nur mit der Bandtechnologie, sondern auch mit Microsofts finanzieller Schlagkraft und etablierten Branchenstandards.
Die 1,6 Millionen Euro aus der Finanzierungsrunde sind ein erster Schritt, um den Markt für Kalt-Datenspeicherung aufzumischen. Ewigbytes glasbasierte Lösung könnte vor allem Branchen ansprechen, die langfristige, wartungsarme Archivierung benötigen. Doch um sich durchzusetzen, muss das Start-up sowohl technische Herausforderungen meistern als auch die harte Konkurrenz der etablierten Player bestehen.
Die kommenden Jahre werden zeigen, ob Ewigbytes Technologie den Sprung vom Prototypen zur Marktreife schafft. Gelingt dies, könnte das Unternehmen die Art und Weise, wie Industrien Daten über Jahrzehnte speichern, grundlegend verändern.
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