Wie Bayerns karge Böden die Weihnachtsbaum-Hauptstadt Deutschlands prägten

Wo Weihnachtsbäume in Bayern wachsen - Wie Bayerns karge Böden die Weihnachtsbaum-Hauptstadt Deutschlands prägten
Bayern ist eine der führenden Regionen Deutschlands im Weihnachtsbaum-Anbau – fast jeder Landkreis zieht Bäume für die Festtage heran. Doch die Branche kämpft zunehmend mit klimabedingten Herausforderungen, bleibt aber ein wichtiger Pfeiler der regionalen Landwirtschaft. Jährlich stammen rund vier Millionen Bäume aus dem Freistaat Bayern, überwiegend von heimischen Plantagen statt aus dem Import.
Das Zentrum der bayerischen Weihnachtsbaum-Produktion liegt im Sinngrund, einer Region im Landkreis Main-Spessart. Die kargen Böden dort haben den Anbau seit jeher geprägt – und die Familie Klug betreibt hier mit etwa 100 Hektar die größte Farm. Main-Spessart ist mit 550 Hektar Weihnachtsbaum-Flächen Spitzenreiter in Bayern und belegt bundesweit Platz drei. Allein im Dorf Mittelsinn gibt es rund 30 Erzeuger, ein Beleg für die tiefe Verwurzelung des Handwerks. Auch die Landkreise Erlangen-Höchstadt (223 Hektar) und Bamberg (188 Hektar) tragen maßgeblich bei, während in Lichtenfels und Amberg-Sulzbach gar keine Bäume angebaut werden. Bei den Käufern führt die Nordmanntanne, gefolgt von der Blaufichte. Für viele Sinngrunder Landwirte ist der Baum-Anbau ein lukratives Zusatzgeschäft – die mageren, nährstoffarmen Böden machen andere Nutzungen schwierig. Doch Dürre, Spätfröste und weitere Klimafolgen erschweren zunehmend die Ernte gesunder Bäume.
Trotz der Klimaherausforderungen blüht Bayerns Weihnachtsbaum-Branche weiter und beliefert Jahr für Jahr Millionen Haushalte. Der Sinngrund und der Betrieb der Familie Klug bleiben zentrale Akteure, während Main-Spessart die Produktion anführt. Da der Großteil der Bäume im Inland verkauft wird, sichert der Anbau lokale Betriebe und bewahrt eine lange Tradition.

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