Webasto rettet sich mit drastischem Sparplan und 1.000 Stellenstreichungen in Deutschland
Verena GuteRettungsplan für Webasto besiegelt - Webasto rettet sich mit drastischem Sparplan und 1.000 Stellenstreichungen in Deutschland
Webasto finalisiert Rettungspaket zur Stabilisierung der Finanzen und Umstrukturierung bis 2028
Der Zulieferer Webasto hat ein Rettungspaket geschnürt, um seine Finanzen zu konsolidieren und das Unternehmen bis 2028 umzustrukturieren. Der Plan sieht erhebliche Stellenstreichungen und Sparmaßnahmen vor, da das Unternehmen im aktuellen Geschäftsjahr Verluste verzeichnet. Große Automobilhersteller haben zugesagt, die Strategie durch höhere Preise in den kommenden vier Jahren zu unterstützen.
Das Unternehmen, das 2024 weltweit 15.300 Mitarbeiter beschäftigte – davon 3.700 in Deutschland –, wird seine Belegschaft um 1.000 Stellen in Deutschland und weitere Arbeitsplätze im Ausland reduzieren. Über diese Zahl hinaus sind in Deutschland keine weiteren Entlassungen geplant. Durch den Personalabbau sollen jährlich 150 Millionen Euro eingespart werden.
Webasto hat seine Finanzierung bis 2028 gesichert, darunter die Verlängerung eines Kredits über 1,2 Milliarden Euro sowie neue Kreditlinien in Höhe von 200 Millionen Euro. Trotz der aktuellen Verluste strebt das Unternehmen an, bis 2026 die Gewinnschwelle zu erreichen und 2027 wieder profitabel zu arbeiten.
Kunden, darunter große Automobilkonzerne, werden sich mit Hunderten Millionen Euro an den Rettungsbemühungen beteiligen, indem sie bis 2028 höhere Preise zahlen. Diese Unterstützung bildet einen zentralen Baustein des Sanierungsplans.
Im Rahmen der Umstrukturierung wird Webasto seine Belegschaft verkleinern und sich gleichzeitig auf Kundenbeiträge sowie neue Finanzmittel stützen. Das Unternehmen rechnet damit, innerhalb von zwei Jahren die Bücher auszugleichen und kurz darauf wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Der Plan skizziert einen klaren Weg zur Erholung bis zum Ende des Jahrzehnts.






