15 May 2026, 08:32

Umweltverbände klagen gegen bayerische Fischotter-Jagdregeln

Historische 15. Jahrhundert-Karte von Bayern mit Text, Flüssen, Bergen und Städten, auf einem Plakat dargestellt.

Umweltverbände klagen gegen bayerische Fischotter-Jagdregeln

Umweltschutzorganisationen haben rechtliche Schritte gegen die umstrittenen Fischotter-Jagdregeln in Bayern eingeleitet. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) haben beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eine Normenkontrollklage eingereicht. Sie argumentieren, dass die neuen Vorschriften die Erholung der einst fast ausgerotteten Fischotterpopulation in der Region gefährden.

Die Klage richtet sich gegen eine von Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger eingeführte Jagdverordnung. Dieses Gesetz erlaubt die flächendeckende Fang- und Tötung von Fischottern in ganz Bayern – selbst in geschützten Natura-2000-Gebieten. Erlaubt sind dabei Nachtsichttechnik, künstliche Beleuchtung und nicht selektive Fallen, Methoden, die nach Ansicht von Kritikern gegen europäische Artenschutzgesetze verstoßen.

Die Verordnung sieht vor, dass Fischotter ganzjährig erschossen werden dürfen, einschließlich junger Tiere, während ausgewachsene Exemplare gefangen und gewogen werden, bevor Männchen getötet werden. DUH und LBV warnen, dass diese Maßnahmen die fragile Erholung der Art in Bayern gefährden könnten.

Der juristische Schritt folgt auf einen früheren Erfolg der DUH in einem Eilverfahren gegen eine ähnliche Verordnung in Oberfranken. Die Organisation hatte zudem die letzten beiden Genehmigungen zur Entnahme von Fischottern in der Region blockiert und so die Tötungen während laufender Gerichtsverfahren gestoppt. Die Normenkontrollklage zielt nicht auf Einzelfälle ab, sondern soll die gesamte Verordnung für ungültig erklären – und damit die Jagdregelungen landesweit kippen.

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Falls die Klage erfolgreich ist, könnte das Gericht die bayerischen Fischotter-Jagdregeln vollständig aufheben. Eine solche Entscheidung würde die europäischen Artenschutzbestimmungen stärken und weitere Tötungen der streng geschützten Tiere verhindern. Umweltverbände betonen, dass das Urteil für das langfristige Überleben der Fischotter in der Region von entscheidender Bedeutung sein wird.

Quelle