RB Leipzig scheitert nach VAR-Streit im DFB-Pokal an Bayern München
RB Leipzig scheitert im DFB-Pokal-Viertelfinale mit 0:2 an Bayern München
Am 11. Februar 2026 erlitten die Leipziger gegen den FC Bayern München eine 0:2-Niederlage im Viertelfinale des DFB-Pokals. Die Niederlage löste scharfe Kritik des Trainers und der Spieler aus, die umstrittene Schiedsrichterentscheidungen während der Partie anprangerten.
Im Mittelpunkt der Kontroverse stand ein umstrittener Elfmeter in der 28. Minute, der die ohnehin schon laufende Debatte über die Zuverlässigkeit des Videobeweises (VAR) im deutschen Fußball weiter anheizte.
Das dritte Aufeinandertreffen zwischen RB Leipzig und FC Bayern München in dieser Saison endete für die Sachsen erneut enttäuschend. Ein von Torhüter Maarten Vandevoordt in der 64. Minute verursachtes Foul führte zu einem Elfmeter für die Münchner, mit dem sie in Führung gingen. Nur drei Minuten später machte Luis Díaz mit dem 2:0 den Deckel drauf.
Der eigentliche Zündstoff lag jedoch bereits früher: Schiedsrichter Daniel Siebert hatte in der 28. Minute Abseitsrufe der Leipziger ignoriert, nachdem Josip Stanišić Antonio Nusa im Strafraum gefoult hatte. Trainer Ole Werner verurteilte die Entscheidung als "nicht würdig für ein Viertelfinale" und kritisierte den Videobeweis scharf, der nicht eingriff. Auch Mannschaftskapitän David Raum zeigte sich frustriert und warf den Unparteiischen vor, seit der Einführung des VAR zunehmend verunsichert und fehleranfällig zu wirken.
Abseits des Platzes hatte CEO Oliver Mintzlaff bereits zuvor Unmut über die jüngsten Liga-Niederlagen gegen den FC St. Pauli, Mainz 05 und den 1. FC Köln geäußert. Trotz des Rückschlags betonte er jedoch erneut das Ziel, die Qualifikation für die Champions League zu schaffen. Seine Anerkennung für die kämpferische Haltung der Mannschaft gegen Bayern München konnte die Wut über die als fehlerhaft empfundenen Schiedsrichterleistungen jedoch kaum dämpfen.
Der Vorfall hat die Kritik am VAR in der Bundesliga weiter verschärft. Der ehemalige Schiedsrichter Manuel Gräfe bezeichnete das Foul an Nusa als "klaren Elfmeter", während Fans und Experten auf Widersprüche bei der Bewertung ähnlicher Szenen hinwiesen. Die Diskussion geht mittlerweile über Leipzig hinaus – die Forderungen nach mehr Transparenz bei VAR-Entscheidungen werden immer lauter.
Mit dem Ausscheiden aus dem DFB-Pokal und den anhaltenden Fragen zur Schiedsrichterleistung steht RB Leipzig nun unter Druck. Werners öffentliche Kritik und Raums Aussagen spiegeln dabei eine grundsätzliche Skepsis wider, ob der Videobeweis die Fairness im Spiel wirklich verbessert.
Während die Champions-League-Qualifikation weiterhin oberste Priorität hat, muss sich der Verein nun sammeln – während die Debatte über die Schiedsrichterleistungen im deutschen Fußball weitergeht.
Early Goal Disallowed Adds to VAR Controversy
A disallowed goal in the 4th minute has intensified debate over VAR decisions in the match. RB Leipzig's initial strike was overturned after video review, compounding frustrations over the later missed penalty call. This marks the second controversial VAR intervention in a 26-minute span, deepening criticism from players and coaches about inconsistent officiating. The incident underscores growing concerns about the system's reliability in high-stakes matches.






