19 April 2026, 18:26

Oberasbachs Bürger kämpfen nach tödlichem Herzstillstand für bessere Notfallhilfe

Ein gelb-grüner Defibrillator auf einem schwarzen Tisch mit einer grünen markierten Tasche daneben.

Oberasbachs Bürger kämpfen nach tödlichem Herzstillstand für bessere Notfallhilfe

Ein tödlicher Herzstillstand während eines örtlichen Fußballspiels in Oberasbach hat eine von der Bürgerschaft getragene Initiative für eine bessere Notfallversorgung ins Leben gerufen. Im Februar 2023 brach ein 51-jähriger Torwart im Hans-Reif-Sportzentrum zusammen – ein Vorfall, der die Gründung der Initiative Herzschock auslöste. Seither setzen sich Anwohner dafür ein, den Zugang zu lebensrettender Ausstattung und Schulungen in der gesamten Stadt zu verbessern.

Der Zwischenfall ereignete sich am 16. Februar 2023, als der Torwart während eines Spiels einen Herzstillstand erlitt. Ein öffentlich zugänglicher Automatischer Externer Defibrillator (AED) war nicht erreichbar, da das benachbarte Jahn-Gymnasium, in dem sich ein Gerät befand, am Wochenende abgeschlossen war. Die Rettungskräfte trafen erst nach etwa 20 Minuten ein – verzögert durch eine hohe Anzahl an Notrufen an diesem Tag.

Als Reaktion schlossen sich besorgte Bürger zur Initiative Herzschock zusammen, geleitet von Jürgen Pappler, einem lokalen Unternehmer und ehremamtlichen Rettungshelfer. Der Verein bietet seitdem jeden Sonntag kostenlose Wiederbelebungstrainings an, ein Programm, das seit Juni 2023 läuft. Ziel ist es, dass mehr Einwohner in Notfällen schnell und richtig handeln können.

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Die Initiative hat jedoch noch weiterreichende Pläne. Viele der in Oberasbach vorhandenen AEDs – etwa am Rathaus oder in Schulen – sind außerhalb der Öffnungszeiten nicht zugänglich. Um das zu ändern, will Herzschock zusätzliche Geräte in beheizten Außenschränken an stark frequentierten Orten installieren, was pro Einheit etwa 4.000 Euro kostet. Zudem sollen klare Hinweisschilder angebracht werden, damit Besucher den nächsten Defibrillator auch ohne Handy oder App finden können.

Mit dem Herzschock-Projekt soll verhindert werden, dass sich solche Tragödien wiederholen – durch rund um die Uhr verfügbare Defibrillatoren und gestärkte Erste-Hilfe-Kenntnisse in der Bevölkerung. Durch mehr AEDs im öffentlichen Raum und regelmäßige Schulungen hofft die Gruppe, die Reaktionszeiten zu verkürzen und in Oberasbach Leben zu retten.

Quelle