Nürnbergs skurriles "Festival des Falschparkens" bricht alle Regeln – und lockt Tausende an
Verena GuteNürnbergs skurriles "Festival des Falschparkens" bricht alle Regeln – und lockt Tausende an
Nürnbergs jährliches "Festival des Falschparkens" lockt wieder Scharen von Besuchern – und Autos – in die Stadt
Die Veranstaltung, die während der Herbstkirmes-Saison stattfindet, zieht Zehntausende Gäste aus ganz Europa an. In diesem Jahr eröffnete sogar Bayerns Ministerpräsident Markus Söder das Festival persönlich und bedankte sich bei den Sponsoren BMW, Red Bull und der HUK-Versicherung für ihre Unterstützung.
Berühmt-berüchtigt ist das Festival für seinen ungewöhnlichen Umgang mit Parkregeln: Autos blockieren Zebrastreifen, Einkaufspassagen und selbst Dachbars – doch es gibt keine Knöllchen. Radfahrer werden für die Dauer des Events aus dem Innenstadtverkehr verbannt, um Platz für die illegalen Parker zu schaffen. Oberbürgermeister Marcus König bestätigte, dass weder während noch nach der Veranstaltung Strafen verhängt werden.
Um das Chaos zu kanalisieren, richtete die Stadt am Stadtrand eine Sonderzone ein, in der Falschparken rund um die Uhr toleriert wird. Die lockeren Regeln haben sich als finanzieller Segen erwiesen: Nürnberg stellt seit Jahren keine Parkknöllchen mehr aus. König bezeichnete das Festival als "ein Highlight", das den Ruf der Stadt als innovativ und kulturbewusst unterstreiche.
Das Konzept weckt auch anderswo Interesse: Mannheim, St. Ingbert und Erfurt prüfen bereits ähnliche "Spaßpark"-Ideen für eigene Events.
Der Erfolg des Festivals liegt in der Mischung aus Großzügigkeit und Organisation. Ohne Bußgelder und mit einer extra Zone für Falschparker profitiert Nürnberg weiterhin finanziell wie kulturell. Bisher bleibt die Stadt die einzige in Deutschland, die ein solches Spektakel veranstaltet.






