München bremst Mietpreise: Strengere Regeln gegen explodierende Wohnkosten
Verena GuteMünchen bremst Mietpreise: Strengere Regeln gegen explodierende Wohnkosten
München führt schärfere Mietpreisbremse ein, um explodierende Wohnkosten zu bekämpfen
Die Stadt, die für die höchsten Mieten Deutschlands bekannt ist, begrenzt nun, wie viel Vermieter verlangen dürfen. Die neuen Vorschriften sollen drastische Preissprünge verhindern und Mieter vor überhöhten Zahlungen schützen.
Zwischen 2021 und 2026 stiegen die Mieten in München um etwa 25 bis 30 Prozent – ein Anstieg, der andere Großstädte deutlich übertrifft. In Berlin lagen die Steigerungen bei 15 bis 20 Prozent, in Hamburg bei 18 bis 22 Prozent, und in Frankfurt am Main kletterten die Mieten um 20 bis 25 Prozent. Dennoch blieb München der am stärksten wachsende Mietmarkt.
Die neuen Regeln im Überblick: Bei bestehenden Mietverträgen dürfen die Mieten innerhalb von drei Jahren nicht um mehr als 15 Prozent steigen. Für Neuverträge ist es Vermietern untersagt, mehr als 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete zu verlangen. Lediglich die Ausstattung mit Möbeln darf auf die Miete aufgeschlagen werden – begrenzt auf etwa 2 Prozent pro Monat.
Zudem werden Schlupflöcher geschlossen: Vermieter können die Mietpreisbremse nicht umgehen, indem sie Wohnungen möbliert anbieten. Ausnahmen gelten jedoch für Neubauten, umfassende Modernisierungen und indexgebundene Mieten. Staffelmieten, bei denen Erhöhungen im Voraus vereinbart werden, bleiben ebenfalls unberührt.
Mehr Rechte für Mieter Mieter erhalten nun stärkere Schutzmechanismen. Sie können überhöhte Mieten anfechten und zu viel gezahlte Beträge aus den Vorjahren zurückfordern.
Die Maßnahmen zielen darauf ab, das rasante Mietwachstum in München einzudämmen, ohne Vermietern jede Flexibilität zu nehmen. Mieter profitieren von klareren Schutzregelungen, darunter Erstattungen für frühere Überzahlungen. Die Änderungen treten sofort in Kraft, wobei bestimmte Verträge außerhalb der neuen Grenzen bleiben.






