Mainzer Demonstration fordert Prüfung rechtsextremer Parteien durch Karlsruher Gericht
Verena GuteMainzer Demonstration fordert Prüfung rechtsextremer Parteien durch Karlsruher Gericht
Rund 300 Menschen versammelten sich am Samstag in Mainz, um eine verfassungsrechtliche Überprüfung rechtsextremer Parteien zu fordern. Bei der von dpa und lrs dokumentierten Kundgebung wurde das Bundesverfassungsgericht aufgefordert, solche Gruppierungen auf mögliche Verbote hin zu prüfen.
Die Teilnehmer hielten Schilder mit Botschaften wie „Das dürfen wir doch wohl noch prüfen?“ oder „Übrigens: Kontrolle schützt die Freiheit“ hoch. Die Kampagne PRÜF – ein Wortspiel mit dem deutschen Begriff „prüfen“ – hatte die Veranstaltung organisiert, um politische Schritte voranzutreiben.
Nach deutschem Recht können nur Bundestag, Bundesrat oder die Bundesregierung ein solches Verfahren einleiten. Das Bundesverfassungsgericht ist befugt, rechtsextreme Parteien zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbieten, wobei die rechtlichen Hürden für ein solches Vorgehen jedoch hoch sind.
Die Polizei bestätigte, dass die Demonstration friedlich verlief. Die Organisatoren wollen die Behörden damit drängen, bestehende rechtliche Mittel zu nutzen. Die Kundgebung spiegelte die wachsende Besorgnis in der Bevölkerung über den Aufstieg rechtsextremer Bewegungen im Land wider.






