29 March 2026, 16:27

Heino zeigt Solidarität mit entlassenem Feuerwehrmann in Bad Belzig

Eine Gruppe von Menschen mit einem Transparent 'Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen' und einer Flagge, im Hintergrund Straßenmasten, Straßenlaternen, Bäume, Kräne, ein Gebäude und ein bewölktes Himmel.

Heino zeigt Solidarität mit entlassenem Feuerwehrmann in Bad Belzig

Ein 87-jähriger deutscher Musiklegende trat am Samstagabend in Bad Belzig auf, um einem entlassenen Feuerwehrmann seine Unterstützung zu zeigen. Heino, bekannt für seine Schlager- und Volkslieder, gab vor einem Publikum ein Konzert, das schwarz-rot-goldene Fahnen schwenkte. Der Auftritt folgte auf eine Kontroverse, nachdem Richard Mänder bei einer Feuerwehrveranstaltung die erste Strophe der deutschen Nationalhymne gespielt hatte.

Das Ereignis lenkte die Aufmerksamkeit auf die anhaltenden Debatten über die Geschichte der Hymne und ihre Verbindung zu rechtsextremen Strömungen. Mänder, der Organisator der Meisterschaft, sieht sich nun mit Sanktionen konfrontiert und behauptet, zu Unrecht als Extremist abgestempelt worden zu sein.

Die Kontroverse begann, als Mänder bei einer Feuerwehrmeisterschaft Heinos Aufnahme von Deutschland, Deutschland über alles aus den 1970er-Jahren abspielte – der ersten Strophe der Nationalhymne. Dieser Text, 1841 von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben verfasst, wurde später von den Nationalsozialisten vereinnahmt und bleibt bis heute umstritten. 1952 erklärte Bundespräsident Theodor Heuss offiziell nur die dritte Strophe zur Nationalhymne, um sich von der missbräuchlichen Verwendung der Vergangenheit zu distanzieren.

Mänder beteuert, kein Rechtsextremer zu sein, und fühlt sich durch die Maßnahmen des Feuerwehrverbandes stigmatisiert. Er kündigte an, künftig jährlich Feuerwehr-Sportmeisterschaften zu organisieren – ein Vorhaben, das die Gemeinschaft weiter spalten könnte.

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Heinos Konzert in Bad Belzig war explizit als Solidaritätsbekundung gedacht. Sein Manager, Helmut Werner, wies Vorwürfe zurück, der Sänger habe rechtspopulistische Ansichten. Stattdessen verwies er auf Heinos frühere Forderung nach einem Verbot der rechtsextremen AfD sowie dessen SPD-Wählervergangenheit. Während des Auftritts prangten auf der Bühne und im Publikum schwarz-rot-goldene Fahnen, und Heino beendete das Konzert mit Schwarzbraun ist die Haselnuss als Zugabe.

Werner betonte, die Veranstaltung habe keinen politischen Charakter gehabt, sondern solle Mänder unterstützen, der die gegen ihn verhängten Sanktionen als ungerechtfertigt ansieht.

Der Auftritt hat die Diskussionen über die erste Strophe der Nationalhymne und ihre historische Belastung neu entfacht. Mänders Entlassung und seine Pläne für künftige Meisterschaften könnten die Spannungen in der Feuerwehrgemeinschaft verlängern. Gleichzeitig wirft Heinos Auftreten Fragen nach den verschwimmenden Grenzen zwischen Patriotismus, Tradition und politischer Symbolik auf.

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