FIS führt neue Sicherheitsregeln für Frauen-Skispringen ein – Athletinnen begrüßen Reformen
Verena GuteFIS führt neue Sicherheitsregeln für Frauen-Skispringen ein – Athletinnen begrüßen Reformen
Der Internationale Skiverband (FIS) hat neue Regeln für die Anzüge im Frauen-Skispringen eingeführt, um die Sicherheit zu verbessern. Die Änderungen folgen auf jüngste Verletzungen und Forderungen von Athletinnen nach besserem Schutz während des Flugs und der Landung. Spitzenathletinnen und Funktionäre begrüßten die Entscheidung als notwendigen Schritt.
Die Debatte über die Sicherheit im Frauen-Skispringen hatte an Fahrt aufgenommen, nachdem es zu mehreren spektakulären Stürzen gekommen war. Sportlerinnen wie Selina Freitag und Chiara Kreuzer hatten den FIS bereits gedrängt, die Wettkampfanzüge anzupassen, da sie argumentierten, dass eine bessere Aerodynamik die Risiken verringern könnte. Ihre Bedenken erhielten zusätzliche Aufmerksamkeit, als der 19-jährige Springer Yann Kullmann bei den Deutschen Meisterschaften stürzte. Der Deutsche Skiverband bestätigte später, dass er nur Prellungen erlitten habe und keine schweren Verletzungen davontrug.
Unterdessen gab es bei den Deutschen Skisprung-Meisterschaften starke Leistungen zu sehen. Selina Freitag sicherte sich den Titel bei den Frauen mit Sprüngen auf 96 und 93,5 Meter. Bei den Männern gewann Felix Hoffmann mit Weiten von 96,5 und 102,5 Metern.
Der Olympiasieger Martin Schmitt sprach sich öffentlich für die FIS-Reformen aus. Er betonte, dass eine verbesserte Anzugsgestaltung zu stabileren Flügen und geringeren Landegeschwindigkeiten führen werde, was das Verletzungsrisiko für Springerinnen senke.
Die überarbeiteten Anzugsregeln zielen darauf ab, langjährige Sicherheitsbedenken im Frauen-Skispringen zu adressieren. Mit Rückhalt von Athletinnen und Funktionären treten die Änderungen in den kommenden Wettkämpfen in Kraft. Nun rückt in den Fokus, wie sich diese Anpassungen in der Praxis bei künftigen Veranstaltungen bewähren werden.






