Der ungehinderte Mord

Der ungehinderte Mord
Der ungehinderte Mord
Vor 45 Jahren wurden ein Rabbiner und seine Partnerin ermordet. Welche Rolle spielten der Verfassungsschutz und die palästinensische PLO?
- Dezember 2025
Vor 45 Jahren wurden in Erlangen ein Rabbiner und seine Partnerin ermordet – ein Fall, der bis heute unaufgeklärt ist. Shlomo Lewin und Frida Poeschke wurden 1980 getötet, doch zentrale Details kamen erst jetzt ans Licht. Ein neu entdeckter Geheimdienstbericht deutet auf verpasste Chancen hin, die den Verlauf der Ermittlungen hätten verändern können.
Nun werfen ein Buch und eine Ausstellung neue Fragen auf: Wie gingen die Behörden damals mit dem Fall um?
An einem Abend im Jahr 1980 wurden der Rabbiner Shlomo Lewin und seine Partnerin Frida Poeschke in ihrem Haus in Erlangen erschossen. Die ersten Ermittlungen konzentrierten sich auf ihr Privatleben – man vermutete das Motiv dort. Später gerieten jedoch rechtsextreme Kreise in den Fokus, darunter der bekannte Militant Karl-Heinz Hoffmann.
Hoffmann und seine Partnerin Franziska Birkmann standen 1986 wegen des Doppelmords vor Gericht, wurden aber mangels Beweisen freigesprochen. Der Fall schien abgeschlossen – bis 2023 ein bisher unter Verschluss gehaltener Aktenordner des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) auftauchte. Darin enthalten: ein Bericht eines Informanten, der Hoffmann, Birkmann und einen weiteren Komplizen nur sechs Tage vor den Morden mit Metallrohren hantieren gesehen hatte. Trotz dieser Information unternahm der Verfassungsschutz nichts. Es gab keine Durchsuchungen, keine Verhöre, keine Verbindung zu den Erlanger Morden – oder gar zum Oktoberfestattentat 1980 in München, einem weiteren unaufgeklärten Anschlag, der mit Hoffmann in Verbindung gebracht wird.
Hätte die Behörde damals gehandelt, hätten Ermittler Hoffmanns Anwesen früher durchsuchen können. Als die Polizei 1980 schließlich seine Burg durchsuchte, fand sie eine italienische Zeitschrift mit Porträts von Hoffmann und Lewin – ein weiterer Hinweis auf eine mögliche Verstrickung. Der Fall erfährt seitdem neue Aufmerksamkeit. Ulrich Chaussys Buch „Das Oktoberfestattentat und der Doppelmord von Erlangen“ geht den offenen Fragen nach. Gleichzeitig hält die Erlanger Initiative für kritische Erinnerung, in Zusammenarbeit mit der Zentralstelle für kritische Bürgeranliegen, die Erinnerung mit einer Ausstellung wach. Einer der Buchautoren, Antifaschismus-Berater der Linken im Bundestag, betont die Rolle der Geheimdienstversäumnisse bei den Ermittlungen.
Der neu veröffentlichte Geheimdienstbericht zeigt: Die Behörden hatten frühzeitig Warnsignale, denen sie nicht nachgingen. Durch das Zögern gingen mögliche Spuren verloren, und die Morde an Lewin und Poeschke blieben ungesühnt. Der Fall ist noch immer offen – doch dank der Ausstellung und des Buches geraten die um ihn rankenden Fragen nicht in Vergessenheit.

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