Dagmar Frederic kritisiert mangelnde Vielfalt im deutschen Musikfernsehen – und bleibt doch ungebrochen präsent
Rolf WendeDagmar Frederic kritisiert mangelnde Vielfalt im deutschen Musikfernsehen – und bleibt doch ungebrochen präsent
Dagmar Frederic – Schlager-Legende mit 60 Jahren Bühnenpräsenz – kritisiert mangelnde Vielfalt im deutschen Musikfernsehen
Dagmar Frederic, seit über sechs Jahrzehnten eine feste Größe der Schlager-Szene, sorgt einmal mehr mit klaren Worten für Schlagzeilen – diesmal mit einer schonungslosen Analyse der deutschen Musik-TV-Landschaft. Die 83-jährige Sängerin, die noch immer bis zu 60 Mal im Jahr auf der Bühne steht, übt scharfe Kritik an der fehlenden Abwechslung in den Programmen, verteidigt dabei aber bekannte Moderatoren wie Florian Silbereisen und Giovanni Zarrella.
Frederics aktuelle Äußerungen reihen sich ein in eine lange Tradition unumwundener Meinungen zur Branche. Bereits 2018 hatte sie Aufsehen erregt, als sie erklärte, sie werde sich nicht "anbiedern", um in beliebten Schlager-Formaten aufzutreten. Konsequent blieb sie seither Shows mit Andrea Kiewel oder Florian Silbereisen fern – trotz deren dominanter Stellung im Genre.
Diesmal richtet sich ihre Kritik vor allem gegen die stets gleichen Gäste in den TV-Sendungen, wobei sie die Verantwortung weniger bei den Moderatoren als vielmehr bei den Redaktionen sieht. Silbereisen, Zarrella und Co. würden zwar hart arbeiten, so Frederic, doch die eigentlichen Entscheidungen träfen andere hinter den Kulissen.
Doch nicht nur mit fachlichen Einwürfen macht die Künstlerin von sich reden: Mit einer humorvollen Bemerkung über ihren Ehemann brachte sie das Publikum jüngst zum Schmunzeln. Ihr scharfer Verstand und ihre ungebrochene Präsenz auf der Bühne festigen ihren Status als eine der prägendsten Stimmen der Schlager-Kultur.
Mit einer Karriere, die sich über mehr als 60 Jahre erstreckt, ist Frederic nach wie vor aktiv – und das mit regelmäßigen Auftritten. Zwar gibt es keine genauen Zahlen dazu, wie sich die Moderatorenlandschaft im deutschen Schlager-Fernsehen in den letzten fünf Jahren entwickelt hat, doch ihre Perspektive wirft ein Schlaglicht auf ein lang bekanntes Problem: die fehlende Abwechslung im Genre. Dass sie sich weiterhin ungeschminkt äußert, sichert ihr nicht nur in der Musik, sondern auch in der medialen Debatte eine zentrale Rolle.






