China wirbt um Deutschland als "stabilisierenden Anker" für EU-Beziehungen
Freia MansChinas Außenminister zu Merz: Beziehungen zwischen Peking und Berlin auf 'neues Niveau' heben - China wirbt um Deutschland als "stabilisierenden Anker" für EU-Beziehungen
Chinas Außenminister Wang Yi hat zu einer Stärkung der Beziehungen mit Deutschland aufgerufen und das Land als einen zentralen Partner für die chinesisch-europäischen Beziehungen bezeichnet. Der Vorstoß erfolgt vor dem geplanten Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in China Ende Februar – seinem ersten seit Amtsantritt.
Beide Nationen pflegen enge wirtschaftliche Verbindungen, doch Handelsstreitigkeiten und politische Spannungen bleiben bestehen.
Wang Yi betonte Deutschlands Rolle als "Antriebskraft" für die Zusammenarbeit zwischen China und der EU. Er forderte Berlin auf, als "stabilisierender Anker" für die strategischen Beziehungen zu wirken. Seine Äußerungen signalisieren Chinas Bestreben, die Partnerschaft trotz anhaltender Meinungsverschiedenheiten auf ein "neues Niveau" zu heben.
Die wirtschaftlichen Beziehungen bleiben zwar robust, doch die Herausforderungen haben zugenommen. Die exportabhängige deutsche Wirtschaft leidet unter schwächelndem Handel mit China, ihrem zweitwichtigsten Absatzmarkt für Maschinenbau. Die Auftragslage ist rückläufig, und der Wettbewerb hat sich verschärft. Zudem belasten Sorgen über Wirtschaftsspionage und Technologietransfer durch Investitionen die Beziehungen.
Zu den politischen Reibungspunkten zählen Streitigkeiten über unfaire Handelspraktiken, Chinas Haltung im Ukraine-Krieg, Spannungen um Taiwan sowie Menschenrechtsfragen. Dass Merz als Kanzler seine erste Asienreise nach Indien und nicht nach China unternahm, spiegelt eine Neuausrichtung der Prioritäten wider.
Wang Yis Aufruf zu einer vertieften Zusammenarbeit fällt in eine Phase, in der China sich als verlässlicher Partner für Europa präsentieren möchte. Der anstehende Besuch könnte zeigen, ob beide Seiten ihre Differenzen überbrücken können, ohne die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu gefährden.
Merz' Reise Ende Februar wird sein erster offizieller China-Besuch als Kanzler sein. Im Mittelpunkt der Gespräche werden voraussichtlich Handel, Sicherheit und geopolitische Fragen stehen. Beide Länder werden versuchen, wirtschaftliche Interessen mit den ungelösten politischen Spannungen in Einklang zu bringen.
Merz and Xi agree to deepen ties post-visit
Bundeskanzler Friedrich Merz has concluded his first official visit to China with a direct meeting with President Xi Jinping. Both leaders confirmed their commitment to advancing bilateral relations, focusing on trade and geopolitical alignment. The discussions followed earlier diplomatic groundwork laid by Foreign Minister Johann Wadephul and Chinese counterpart Wang Yi, who pledged to implement the visit's outcomes.






