Bundeswehr bestellt 123 Leopard 2A8 – Modernisierung für NATO-Einsatz in Litauen
Rolf WendeBundeswehr bestellt 123 Leopard 2A8 – Modernisierung für NATO-Einsatz in Litauen
Deutschland hat einen Großauftrag über 123 moderne Kampfpanzer vom Typ Leopard 2A8 erteilt – ein bedeutender Modernisierungsschritt für die Bundeswehr. Die Bestellung umfasst Ersatz für die an die Ukraine gelieferten Panzer sowie neue Einheiten für eine geplante NATO-Brigade in Litauen. Auch mehrere verbündete Staaten haben Aufträge für das hochmoderne Kampffahrzeug erteilt.
Die deutsche Regierung erhält 18 Leopard 2A8, um die 18 an die Ukraine gelieferten Leopard 2A6 zu ersetzen, die bis März 2023 ausgeliefert wurden. Weitere 105 Panzer sind für die neue "Litauen-Brigade" vorgesehen, eine NATO-gebundene Einheit. Die Auslieferungen an die Bundeswehr sollen Ende 2025 beginnen, während die Panzer für die Litauen-Brigade zwischen Ende 2025 und Mitte 2026 eintreffen werden.
Litauen hat separat 44 Leopard 2A8 bestellt, und auch die Tschechische Republik hat eine Order für dasselbe Modell aufgegeben. Der neue Panzer verfügt über eine 120-Millimeter-Glattrohrkanone (L55A1), ein voll digitalisiertes Feuerleitsystem sowie 360-Grad-Sensoren für eine verbesserte Lageerkennung. Zudem ist er mit einer 8-kW-Klimaanlage und dem Trophy-Aktivschutzsystem ausgestattet, das anfliegende Bedrohungen abfangen soll.
Die Aufrüstung des Leopard 2A8 stellt einen Quantensprung in der modernen Panzerkriegführung dar. Seine hochentwickelten Sichtsysteme und verstärkten Schutzmechanismen sollen sowohl die Überlebensfähigkeit als auch die Kampfeffektivität auf dem Schlachtfeld steigern.
Die ersten Leopard 2A8 werden voraussichtlich Ende 2025 bei der Bundeswehr in Dienst gestellt. Die litauische Brigade folgt kurz darauf und erhält ihre Einheiten schrittweise bis Mitte 2026. Die Bestellungen Deutschlands, Litauens und der Tschechischen Republik deuten auf eine breitere Initiative hin, die europäischen Panzerkapazitäten zu modernisieren.






