"Anti-Schnuten-Tag" kehrt zurück: Warum Tausende gegen Selfie-Posen protestieren
Rolf Wende"Anti-Schnuten-Tag" kehrt zurück: Warum Tausende gegen Selfie-Posen protestieren
Ein humorvoller Protest gegen einen beliebten Social-Media-Trend kehrt diesen Sommer zurück: Am 22. Juli findet der "Anti-Schnuten-Tag" statt – eine Aktion, die Nutzer dazu aufruft, die aufgesetzten Selfie-Posen zugunsten einer frechen Alternative hinter sich zu lassen. Die Kampagne, die nun bereits im zweiten Jahr stattfindet, hat bereits Tausende Teilnehmer mobilisiert.
Die Bewegung entstand als spielerische Gegenreaktion auf die sogenannte "Schnuten-Pose" – einen Mundspitzer-mit-hohlen-Backen-Look, der vor allem von jungen Frauen auf Plattformen wie Facebook gern gezeigt wird. 2011 initiierte das deutsche Comedy-Trio Y-TITTY den ersten Anti-Schnuten-Tag und rief dazu auf, das Profilbild gegen ein Kampagnen-Logo auszutauschen. Damals machten rund 21.000 Nutzer mit.
Die Gruppe veröffentlichte sogar eine Hymne auf YouTube, um die Botschaft zu verbreiten. Auf ihrem Blog *antiduckface.com sammeln sie Beispiele der Pose, über die sie sich lustig machen. In diesem Jahr fällt der Aktionstag auf den 22. Juli – und trifft damit zufällig auf den "Pi-Näherungs-Tag"* (22/7 ≈ π), eine skurrile Überschneidung, die dem Ganzen noch mehr Charme verleiht.
Die Kampagne wächst weiter und verbindet Humor mit einem kleinen Schubs in Richtung natürlicherer Selfies. Wer mitmachen möchte, kann einfach sein Profilbild gegen das Anti-Schnuten-Logo tauschen. Die Organisatoren hoffen auf noch mehr Beteiligung im Jahr 2012.






