29 March 2026, 18:31

1860 Münchens umstrittenes Anti-Rassismus-T-Shirt spaltet Fans und Aktivisten

Maskierte Menschen tragen ein Transparent die Straße entlang an einem geparkten Auto vorbei, mit Gebäuden, Bäumen, Schildern, Pfosten, einem Uhrenturm und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

1860 Münchens umstrittenes Anti-Rassismus-T-Shirt spaltet Fans und Aktivisten

TSV 1860 München bringt Anti-Rassismus-T-Shirt mit dem Slogan Blau gegen Rassismus heraus

Die Aktion folgt einem rassistischen Vorfall während eines Drittligaspiels gegen Energie Cottbus. Doch die Kampagne stößt bereits bei Fans und Aktivist:innen auf Kritik.

Das T-Shirt kostet 39,90 Euro und orientiert sich am früheren Design des FC Bayern, Rot gegen Rassismus, das für 15 Euro erhältlich war. Auf den Werbefotos ist ein schwarzes Model zu sehen – eine Entscheidung, die zusätzliche Diskussionen ausgelöst hat. Zwar räumte das Merchandising-Team des Vereins die Bedenken der Fans ein, betonte aber, dass alle Einnahmen an Anti-Rassismus-Initiativen gehen sollen.

Die Fangruppe Löwenfans gegen Rechts argumentiert, dass solche Kampagnen von Verbündeten und nicht von den direkt Betroffenen rassistischer Gewalt getragen werden sollten. Das Löwenmagazin wirft dem Verein hingegen Woke-Washing vor und unterstellt, es gehe eher um Imagepflege als um echte Maßnahmen.

Trotz der gemeinsamen Münchner Heimat haben TSV 1860 und der FC Bayern bei dieser Kampagne nicht zusammengearbeitet. Zwischen den beiden Clubs herrscht ohnehin kaum Verbindung abseits des Platzes – auch wenn sie sportlich keine direkten Rivalen sind.

Anlass für das T-Shirt war ein Rassismus-Skandal während eines Spiels in dieser Saison. Allerdings gibt es keine aktuellen Daten dazu, wie Fans anderer deutscher Vereine in den vergangenen fünf Jahren auf ähnliche Anti-Rassismus-Aktionen reagiert haben.

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Das Blau gegen Rassismus-T-Shirt bleibt weiterhin erhältlich, die Erlöse fließen vollständig in die Anti-Rassismus-Arbeit. Zu den Kritikpunkten – etwa dem deutlichen Preisunterschied oder der inhaltlichen Ausrichtung der Kampagne – hat sich der Verein bisher nicht geäußert. Die Debatte unter Anhänger:innen und Aktivist:innen dauert derweil an.

Quelle