19 March 2026, 18:24

"Wilde Hilde" Gerg wechselt von der Skipiste in den Schönauer Gemeinderat

Plakat für die Nordischen Skiweltmeisterschaften 1985 in Seefeld, Schweiz, das eine verschneite Landschaft mit Skifahrern, Pferden, Stöcken, Fahnen, Gebäuden, Bäumen und Himmel zeigt.

Rente: Ski-Legende Hilde Gerg geht in die Politik - "Wilde Hilde" Gerg wechselt von der Skipiste in den Schönauer Gemeinderat

Hilde Gerg, ehemalige Olympische Siegerin im alpinen Skisport, ist in den Gemeinderat von Schönau am Königsee gewählt worden. Die während ihrer Rennkarriere als "Wilde Hilde" bekannte Sportlerin rückte für den ursprünglich vorgesehenen CSU-Kandidaten nach, der auf sein Mandat verzichtete.

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Gergs Einstieg in die Politik ist das Ergebnis ihres langjährigen Engagements in lokalen Initiativen. Bereits zuvor war sie in Bürgergruppen und Umweltschutzkampagnen in Schönau im Schwarzwald aktiv. Von 2014 bis 2024 saß sie zudem im Gemeinderat der Nachbarstadt St. Blasien, während ihre Kandidatur 2020 für den Kreistag Waldshut erfolglos blieb.

Ihre Skikarriere war von außergewöhnlichen Erfolgen geprägt: Bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano gewann sie Gold im Slalom, dazu holte sie einen Weltmeistertitel und drei Bronzemedaillen bei Weltmeisterschaften. Insgesamt stand sie 59 Mal auf dem Podest, davon 20 Mal als Siegerin von Weltcup-Rennen. Nach ihrem Rücktritt 2005 galt sie als eine der vielseitigsten Skifahrerinnen ihrer Zeit.

Ursprünglich war Gerg bei der Kommunalwahl am 8. März als erste Ersatzkandidatin der CSU angetreten. Als Franz Graßl, der eigentliche Spitzenkandidat, zurücktrat, übernahm sie seinen Platz im Schönauer Gemeinderat. Es ist ihre erste Amtszeit in diesem Gremium.

Mit dem Wechsel von der Spitzensportlerin zur Kommunalpolitikerin bringt Gerg eine ungewöhnliche Expertise in den Rat ein. Ihr Werdegang verbindet sportliche Spitzenleistungen mit langjährigem bürgerschaftlichem Engagement – eine Kombination, die auch ihre anhaltende Verbundenheit mit regionaler Politik und Umweltfragen unterstreicht.

Quelle