Webasto streicht weitere 300 Stellen – Elektroauto-Krise trifft Zulieferer hart
Verena GuteWebasto streicht weitere 300 Jobs - Webasto streicht weitere 300 Stellen – Elektroauto-Krise trifft Zulieferer hart
Webasto, ein wichtiger Zulieferer für deutsche Automobilhersteller, hat angekündigt, bis Ende des Jahres weitere 300 Stellen abzubauen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund rückläufiger Umsätze in China und Rückschlägen bei neuen Produkten wie Ladelösungen für Elektroautos. Besonders betroffen sind Führungs- und Verwaltungspositionen.
Die aktuellen Kürzungen folgen auf eine frühere Ankündigung, wonach bereits 650 Arbeitsplätze in Deutschland gestrichen werden sollen. Webasto, bekannt für seine Schiebe- und Panoramadächer, beschäftigte Ende 2024 weltweit rund 15.300 Mitarbeiter. Der Hauptsitz in Stockdorf bei München und der nahegelegene Standort Gilching tragen die Hauptlast der Einschnitte.
Betroffenen Mitarbeitern wird die Möglichkeit angeboten, in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Zudem hat Webasto mit dem Betriebsrat einen Sozialplan vereinbart, um die Stellenstreichungen sozialverträglich zu gestalten.
Die Probleme des Unternehmens sind unter anderem auf die nachlassende Nachfrage nach deutschen Fahrzeugen in China zurückzuführen. Hinzu kommen Verzögerungen und Schwierigkeiten bei neueren Produkten, darunter Ladelösungen für Elektrofahrzeuge.
Mit den jüngsten Kürzungen summieren sich die Arbeitsplatzverluste bei Webasto in Deutschland auf fast 1.000. Die Streichungen konzentrieren sich vor allem auf Führungs- und Verwaltungsbereiche. Das Unternehmen steuert weiterhin durch ein schwieriges Marktumfeld und versucht gleichzeitig, seine Geschäfte zu stabilisieren.






