09 May 2026, 02:23

Verdi-Chef Werneke ruft zu Protesten gegen geplante Sozialkürzungen auf

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Trickle-Down Economics Doesn't Work" auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem dünnen schwarzen Rand, begleitet von einem Zitat des Präsidenten Biden.

Verdi-Chef Werneke ruft zu Protesten gegen geplante Sozialkürzungen auf

Verdi-Chef Frank Werneke ruft zu massiven Protesten gegen geplante Sozialkürzungen auf

Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, hat zu breitem Widerstand gegen die geplanten Einschnitte im Sozialsystem aufgerufen. Teile der Regierungskoalition würfen er vor, die wirtschaftliche Erholung auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie durch den Abbau sozialer Sicherungen vorantreiben zu wollen. Seine Äußerungen fielen im Zuge der Ankündigung eines neuen Bündnisses aus Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden und sozialen Organisationen, das insgesamt 20 Millionen Menschen vertritt.

Werneke nannte dabei namentlich die Politiker Friedrich Merz, Katherina Reiche, Carsten Linnemann und Jens Spahn, die er für ihre Unterstützung einer Politik kritisierte, die er als „Fehldiagnose und Sackgasse“ bezeichnete. Ihre Überzeugung, dass Sozialkürzungen zu wirtschaftlichem Wachstum führten, sei grundfalsch. Gleichzeitig lobte er die Bundesregierung für positive Schritte wie den 500-Milliarden-Euro-Sonderfonds, das Tariftreuegesetz des Bundes sowie die Rentenabsicherung bis 2031.

Der Verdi-Chef übt auch scharfe Kritik an Arbeitgeberverbänden, die zentrale Schutzrechte ins Visier nähmen. Dazu zählte er Arbeitnehmerrechte, Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und die soziale Absicherung – Bereiche, die seiner Ansicht nach zunehmend unter Beschuss geraten. Das Bündnis plant nun gemeinsame Aktionen gegen die geplanten Reformen im Gesundheitswesen.

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Werneke betonte, dass ein Abbau sozialer Leistungen die wirtschaftliche Erholung eher behindere als fördere. Eine Schwächung der Schutzmechanismen würde Arbeitnehmer und vulnerable Gruppen größeren finanziellen Risiken aussetzen, warnte er.

Bei den Protesten sollen Gewerkschaften, Wohlfahrtsorganisationen und Verbände eine gemeinsame Front bilden. Ihr Ziel ist es, die als schädlich für die soziale Sicherheit und Arbeitnehmerrechte angesehenen Reformen zu blockieren. Die nächsten Schritte der Koalition werden zeigen, ob diese Pläne vorankommen oder auf stärkeren Widerstand stoßen.

Quelle