06 May 2026, 16:24

V2G-Technologie: Wie Deutschland Elektroautos als Stromspeicher nutzen will

Eine Liniengrafik, die den Anstieg der Verkaufszahlen von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen in Australien zeigt, mit begleitendem Erläuterungstext.

V2G-Technologie: Wie Deutschland Elektroautos als Stromspeicher nutzen will

Eine neue Studie des Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) in München zeigt Wege auf, um die Vehicle-to-Grid-Technologie (V2G) in Deutschland schneller voranzubringen. Das Projekt, unterstützt von BMW, Mercedes-Benz und Eon, zielt darauf ab, Hürden für Besitzer von Elektroautos abzubauen, die Strom ins Netz zurückspeisen möchten. Bereits ab 2026 planen BMW und Eon, Kunden beim Kauf des neuen iX3 ein V2G-Angebot zu unterbreiten.

Die FfE-Studie schlägt mehrere zentrale Maßnahmen vor, um V2G attraktiver zu gestalten. So könnte eine Befreiung von der Stromsteuer für V2G-Modelle eingeführt werden – möglicherweise schon in der ersten Jahreshälfte 2026. Ein weiterer Vorschlag sieht flexible Netzzugangsverträge vor, die Rückerstattungen für Netzentgelte ermöglichen, wenn Strom aus dem Netz in Autobatterien gespeichert wird. Solche Verträge könnten bereits im kommenden Jahr umgesetzt werden.

Zudem fordert die Studie die Bundesnetzagentur auf, die Preismodelle anzupassen. Derzeit schränkt der Arbeitspreis im „AgNes“-Verfahren die Wirtschaftlichkeit von V2G ein. Einheitliche bundesweite Richtlinien für technische Netzanschlüsse würden die bidirektionale Ladung über AC-Wallboxen vereinfachen. Die Bundesregierung wird darüber hinaus aufgefordert, großflächige Testzonen für netzdienliche Dienstleistungen einzurichten, um Elektroautos und andere flexible Haushaltsenergien besser zu integrieren.

Um die Verbreitung von V2G weiter zu fördern, setzen sich die Studienpartner für eine schnellere Einführung intelligenter Stromzähler ein – inklusive digitaler Unterstützung für kleinere Messstellenbetreiber. Kunden, die ihre Autobatterien für die Netzstabilisierung zur Verfügung stellen, könnten bis zu 720 Euro pro Jahr verdienen. Bidirektional ladbare Fahrzeuge könnten zudem durch angepasste Preismodelle helfen, Netzkosten zu refinanzieren.

Die FfE-Studie definiert klare Schritte, um V2G-Technologie zugänglicher und lukrativer zu machen. Werden die Vorschläge umgesetzt, könnten mehr Elektroauto-Besitzer zur Netzstabilisierung beitragen. Zu den geplanten Maßnahmen zählen Steuererleichterungen, flexible Verträge und finanzielle Anreize für die Bereitstellung von Batteriekapazitäten.

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