Traditionsbäckerei Rackls Backstubn beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung
Rolf WendeTraditionsbäckerei Rackls Backstubn beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung
Rackls Backstubn, traditionelle Bäckerei seit 1889, beantragt Eigenverwaltung
Die renommierte Bäckerei Rackls Backstubn, die 1889 gegründet wurde, hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Das familiengeführte Unternehmen, das sich derzeit in vierter Generation unter der Leitung von Xaver Rackl befindet, steht vor finanziellen Schwierigkeiten nach Jahren wachsender Herausforderungen. Dennoch werde der Betrieb während des Verfahrens wie gewohnt weiterlaufen, hieß es.
Die Bäckerei, die mit 30 Filialen in Fürstenfeldbruck, Starnberg und dem Großraum München vertreten ist, kämpft seit Langem mit steigenden Kosten und veränderten Konsumgewohnheiten. Belastend wirkten sich zudem die COVID-19-Pandemie, stark gestiegene Rohstoffpreise sowie explodierende Energiekosten aus. Um diese Probleme zu bewältigen, suchte das Unternehmen nun den Schutz des Gerichts.
Das Gericht stimmte dem Antrag auf Eigenverwaltung zu und schirmt die Bäckerei damit vor Vollstreckungsmaßnahmen ab. Diese Entscheidung ermöglicht es dem Betrieb, die Kontrolle über sein Vermögen und den täglichen Geschäftsablauf zu behalten, während ein Sachwalter die Einhaltung der Insolvenzbestimmungen überwacht. Sowohl der Einzelhandel als auch die Lieferdienste bleiben von den Verfahren unberührt.
Xaver Rackl, der Geschäftsführer, zeigte sich zuversichtlich, die aktuellen Schwierigkeiten zu überwinden. Er ist überzeugt, dass die Eigenverwaltung dazu beitragen werde, die Zukunft der Bäckerei zu sichern und die 470 Arbeitsplätze zu erhalten. Auch ein Sprecher der mit der Insolvenz betrauten Kanzlei äußerte sich optimistisch über die Aussichten auf eine nachhaltige Sanierung des Unternehmens.
Ziel der Restrukturierung ist es, Rackls Backstubn zu stabilisieren und die Belegschaft zu schützen. Mit der gerichtlichen Zustimmung kann die Bäckerei nun unter Eigenverwaltung an einer langfristigen Lösung arbeiten. Sämtliche Filialen und Dienstleistungen bleiben während dieser Phase wie gewohnt geöffnet.






