24 March 2026, 10:28

Deutsche Telekom will bis 2030 ganz Deutschland mit Glasfaser versorgen – doch es gibt Hindernisse

Plakat zur Förderung des erschwinglichen Connectivity-Programms mit Text, der über 15 Millionen Haushalte angibt, die sich für schnelles Internet einsparen können, und einem Logo.

Deutsche Telekom will bis 2030 ganz Deutschland mit Glasfaser versorgen – doch es gibt Hindernisse

Deutsche Telekom treibt Glasfaserausbau in ganz Deutschland voran – Ziel: Vollversorgung bis 2030

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Die Deutsche Telekom beschleunigt den Ausbau ihres Glasfasernetzes in Deutschland und strebt an, bis 2030 jede Region anzubinden. Rodrigo Diehl, der neue Chef von Telekom Deutschland, betont, dass Glasfaser die Zukunft sei, warnt jedoch davor, ältere Technologien wie DSL voreilig abzuschalten. Gleichzeitig gibt es Bedenken hinsichtlich der Partnerschaftsstrategie des Konzerns und des Wettbewerbs in der Branche.

Aktuell verlegt die Telekom jährlich rund 2,5 Millionen Glasfaseranschlüsse und peilt langfristig 25 Millionen bis 2030 an. Allein im Januar 2026 verzeichnete das Unternehmen 120.000 Neuanmeldungen – damit stieg die Zahl der neuen Glasfaserkunden auf fast 600.000. Zudem ist die Telekom seit über einem Jahr Mitglied im Buglas, dem Branchenverband der deutschen Glasfaserwirtschaft.

Diehl macht deutlich, dass Glasfaser die einzige zukunftsfähige Lösung sei. Kabelinternet bezeichnet er wegen Latenzproblemen und begrenzter Automatisierungsmöglichkeiten als veraltet. Zugleich verteidigt er die Strategie des Konzerns: Kooperationen mit Mitbewerbern seien möglich – allerdings nur unter Bedingungen, die die Rolle der Telekom als führenden Netzbetreiber anerkennen.

Kritiker hingegen werfen dem Unternehmen vor, durch den rasanten Ausbau bestehende Glasfasernetze zu überbauen und damit die wirtschaftliche Existenz kleinerer Anbieter zu gefährden. Diehl entgegnet, ein erzwungener Umstieg von DSL sei verfrüht. Zuerst müssten die Ausbaukosten sinken und das Tempo steigen, bevor veraltete Systeme schrittweise ersetzt werden könnten.

Mittlerweile entsteht jedes dritte neue Fiber-to-the-Home-(FTTH-)Projekt in Zusammenarbeit mit Konkurrenten; weitere groß angelegte Joint Ventures sind geplant. Zwar veröffentlicht die Telekom keine genauen bundesweiten FTTH-Zahlen, konzentriert sich aber auf eigene Ausbauvorhaben in Regionen wie Saarbrücken, Luckenwalde und Unna-Lünern.

Die Deutsche Telekom setzt ihren Glasfaserausbau fort – zwischen Kooperation und Wettbewerb. Ob das Ziel von 25 Millionen Anschlüssen bis 2030 erreicht wird, hängt davon ab, ob das aktuelle Tempo gehalten und Branchenbedenken ausgeräumt werden. Noch sind DSL und Kabel im Einsatz, doch der langfristige Wandel hin zu Glasfaser hat bereits begonnen.

Quelle