08 May 2026, 18:24

THEAS-Theater wechselt die künstlerische Leitung: Neue Ära unter Kornelia Eng-Huniar

Offenes Buch mit dem Titel "The Theatre: A Monthly Review of the Drama, Music, and the Fine Arts" mit sichtbarem Text und einem Logo auf der Seite.

THEAS-Theater wechselt die künstlerische Leitung: Neue Ära unter Kornelia Eng-Huniar

THEAS-Theater gibt Führungswechsel bekannt: Claudia Timpner scheidet aus, Kornelia Eng-Huniar übernimmt

Das THEAS-Theater hat einen Wechsel an der Spitze angekündigt: Claudia Timpner gibt nach etwas mehr als einem Jahr als künstlerische Leiterin ihren Posten ab. Ab dem 1. August 2023 übernimmt Kornelia Eng-Huniar, langjähriges Ensemblemitglied, die künstlerische Leitung. Der Übergang erfolgt zu einer Zeit, in der die Institution weiterhin versucht, finanzielle Stabilität mit dem Ausbau ihres kreativen Programms in Einklang zu bringen.

Claudia Timpner stand seit 2022 an der Spitze des THEAS und prägte eine Phase des Wachstums, in der das Theater jährlich 60 bis 70 Aufführungen realisierte. Unter ihrer Führung stiegen die Zuschauerzahlen auf etwa 3.500 pro Jahr. Obwohl sie ihr Amt als künstlerische Leiterin niederlegt, wird Timpner weiterhin als Schauspielerin auf der Bühne des Ensembles aktiv bleiben.

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Kornelia Eng-Huniar, eine ausgebildete Opernsängerin (Sopran) mit Erfahrung an europäischen Opernhäusern, gehört seit 2011 zum THEAS. In den vergangenen drei Jahren unterstützte sie Timpner in administrativen Funktionen. Ihr Debüt als Direktorin wird die Wiederaufführung von „Bitte (Nicht) Einsteigen“ sein, einer Inszenierung mit Audiodeskription für sehbehinderte Zuschauer:innen.

Über den Führungswechsel hinaus bleibt das THEAS seinen bildungspolitischen und inklusiven Zielen verpflichtet. Die Theaterschule bietet derzeit 20 Kurse mit rund 300 Teilnehmenden aller Altersgruppen an. Geplant sind der Ausbau der Jugendprogramme sowie die Weiterentwicklung inklusiver Projekte. Finanziell hat sich das Theater stabilisiert, ist jedoch weiterhin auf Sponsoren und Fördergelder angewiesen, die etwa ein Drittel der Einnahmen ausmachen – die Kosten zu decken, bleibt eine jährliche Herausforderung.

Mit der Berufung von Eng-Huniar beginnt für das THEAS ein neues Kapitel, in dem es gilt, das jüngste Wachstum fortzuführen und gleichzeitig die anhaltenden finanziellen Hürden zu meistern. Unter ihrer Leitung wird das Theater sein Engagement für Barrierefreiheit und Jugendarbeit weiterverfolgen. Ihre erste Produktion, die speziell für sehbehinderte Zuschauer:innen konzipiert ist, unterstreicht den inklusiven Anspruch des Hauses.

Quelle