27 April 2026, 18:25

Siemens baut neues Batteriewerk für Züge in Bayern – Start 2027 geplant

Schwarzes und weißes Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, beschriftet mit "Neue Eisengießerei, die erste Fabrik in Deutschland."

Siemens baut neues Batteriewerk für Züge in Bayern – Start 2027 geplant

Siemens Mobility errichtet in Luhe-Wildenau, Bayern, ein neues Werk für die Produktion von Batteriesystemen für Züge. Das Unternehmen investiert rund 35 Millionen Euro in die Anlage, in der ab Oktober 2027 die Serienfertigung starten soll. Der Standort soll die wachsende Nachfrage nach batteriebetriebenem Schienenverkehr bedienen.

Batteriezüge kommen derzeit vor allem im Regionalverkehr zum Einsatz und bedienen kurze bis mittellange Strecken ohne Oberleitungen. Siemens plant, diese Technologie auf den Güterverkehr auszuweiten, indem batterieelektrische Lokomotiven und Hybridsysteme entwickelt werden.

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Im Werk Luhe-Wildenau werden komplette Batteriesysteme montiert, darunter auch die Steuerungssoftware und Kühleinheiten. Während die Batteriezellen von externen Lieferanten wie Toshiba bezogen werden, übernimmt Siemens die Integration und Endmontage. Die Anlage soll jährlich bis zu 120 Megawattstunden Batteriekapazität produzieren.

Zugbatterien unterliegen strengeren technischen Anforderungen als solche in der Automobilbranche – sie müssen längere Lebensdauern aufweisen und höhere Sicherheitsstandards erfüllen. Siemens geht davon aus, dass sinkende Batteriekosten und laufende Fortschritte langfristig sowohl die Reichweite als auch die Wirtschaftlichkeit für Bahnbetreiber verbessern könnten.

Das neue Werk wird die Position von Siemens im Bereich des batteriebetriebenen Schienenverkehrs stärken. Die Produktion soll Ende 2027 anlaufen, mit Fokus auf Regional- und Güterverkehrsanwendungen. Mit fortschreitender Batterietechnik könnten diese Züge auf Dauer wirtschaftlicher werden und längere Strecken bewältigen.

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