27 April 2026, 20:28

BAföG-Reform scheitert an Streit über 67 Millionen für Wohnkostenhilfen

Plakat mit dem Text "Was gibt es Neues zum einmaligen Schuldenentlastungsprogramm der Biden-Harris-Regierung?" über einem Bild von Büchern, das eine Diskussion über Schulden anzeigt.

BAföG-Reform scheitert an Streit über 67 Millionen für Wohnkostenhilfen

Ein Streit über die Studienförderung hat tiefe Gräben in der Regierungsstrategie zu Bildung und Wohnungsunterstützung offenbart. Während die Mieten steigen und die Inflation die Haushalte der Studierenden belastet, geraten Politiker über einen 67-Millionen-Euro-Reformplan für das BAföG – das staatliche Fördersystem – aneinander. Kritiker werfen der Regierung vor, die vorgeschlagenen Änderungen verfehlten bei Weitem die realen Herausforderungen, vor denen Auszubildende und Studierende im ganzen Land stehen.

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht ein 67-Millionen-Paket zur Reform der Wohnkostenbeihilfen im BAföG, wobei CDU/CSU und SPD uneins über die Finanzierung sind. Im Haushalt 2026 von Ministerin Bär sind für die Grundsicherung von Studierenden und Azubis im Vergleich zum Vorjahr 250 Millionen Euro weniger vorgesehen. Gleichzeitig schnellen die Mieten in Universitätsstädten weiter in die Höhe und machen bezahlbaren Wohnraum für viele zur Mangelware.

Ayşe Asar, Sprecherin für Forschungs-, Technologie- und Raumfahrtpolitik, kritisierte scharf das Krisenmanagement der Regierung. Sie warf den Verantwortlichen vor, Studierendenförderung gegen Steuererleichterungen für Unternehmen auszuspielen – ein Zeichen für ein grundlegendes Unverständnis des Fachkräftemangels. Ihre Partei hat einen Bundestagsantrag eingebracht, der eine vollständige Neugestaltung des BAföG fordert.

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Die aktuellen Vorschläge sehen unter anderem vor, die Grundförderung an das Niveau des Bürgergelds anzupassen, um junge Menschen vor Armut zu schützen. Ein weiterer Ansatz wäre, die Wohnkostenpauschale an die lokalen Mietpreisentwicklungen statt an einen bundesweiten Durchschnitt zu koppeln. Zudem wird eine jährliche Anpassung an die Inflation diskutiert. Doch der von der Regierung geplante Schritt – eine bloße Erhöhung der Wohnkostenbeihilfe um 60 Euro – wird weithin als realitätsfremd und unzureichend kritisiert.

Die Inflation zehrt bereits an der Kaufkraft der Studierenden, während der politische Stillstand dringend notwendige Maßnahmen blockiert. Asars Fraktion besteht darauf, dass das System einen radikalen Wandel braucht – und keine kosmetischen Korrekturen –, um zu verhindern, dass eine ganze Generation weiter abgehängt wird.

Die Pattsituation lässt Studierende mit steigenden Kosten und unzureichender Unterstützung zurück. Sollten die Reformen verabschiedet werden, würden die Wohnkostenbeihilfen regional angepasst und die Leistungen an die Inflation gekoppelt. Doch selbst diese Schritte reichen Kritikern zufolge bei Weitem nicht aus. Angesichts explodierender Mieten und schrumpfender Budgets wird das Ergebnis dieses Streits die finanzielle Zukunft Zehntausender Lernender in den kommenden Jahren prägen.

Quelle