08 May 2026, 00:32

Rekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch Zweifel an privaten Hochschulen wachsen

Logo der Universität Leipzig mit einem purpurfarbenen und gelben Wappen mit einem majestätischen Drachen auf weißem Hintergrund.

Rekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch Zweifel an privaten Hochschulen wachsen

Die Zahl der internationalen Studierenden in Deutschland hat mit über 402.000 Immatrikulierten im Wintersemester 2024/25 einen neuen Höchststand erreicht. Doch gleichzeitig mehren sich die Bedenken wegen fragwürdiger Praktiken an einigen privaten Hochschulen und bei den Vermittlungsagenturen, die Studierende aus dem Ausland anwerben. Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), fordert strengere Kontrollen für diese Einrichtungen.

Mukherjee verwies auf den starken Anstieg indischer Studierender, die mit fast 60.000 die größte Gruppe unter den ausländischen Studierenden in Deutschland stellen. Viele von ihnen werden von Vermittlungsagenturen ausgebeutet, die in einer rechtlichen Grauzone operieren. Diese Agenturen locken Studierende oft mit falschen Versprechungen über Jobchancen und die Qualität der Lehrangebote an.

Der DAAD-Präsident kritisierte insbesondere bestimmte private Hochschulen – vor allem in Berlin –, die zweifelhafte Studiengänge anbieten. Er stellte infrage, warum einige dieser Einrichtungen und ihre Programme überhaupt eine staatliche Anerkennung erhalten hätten. Mukherjee warnte zudem deutsche Hochschulen davor, mit solchen Agenturen zusammenzuarbeiten, da dies das Problem nur weiter verschärfe.

Besonders betroffen sind indische Studierende. Viele kommen mit der Erwartung einer hochwertigen Ausbildung und guten Karrierechancen nach Deutschland, stellen dann aber fest, dass die Programme nicht einmal grundlegende Standards erfüllen. Mukherjee betonte, dass strengere Aufsicht notwendig sei, um die Studierenden zu schützen und den Ruf Deutschlands als attraktiver Studienstandort zu wahren.

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Der Rekordzustrom internationaler Studierender hat die privaten Hochschulen und ihre Rekrutierungspraktiken erneut in den Fokus gerückt. Mukherjees Forderung nach schärferen Regulierungen zielt darauf ab, die Ausbeutung ausländischer Studierender – insbesondere aus Indien – zu verhindern. Ohne Gegenmaßnahmen könnte das Problem dem Ansehen Deutschlands als vertrauenswürdiger Standort für Hochschulbildung schweren Schaden zufügen.

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