Proteste gegen Streichung des kostenlosen Hautkrebs-Screenings in Berlin
Rolf WendeProteste gegen Streichung des kostenlosen Hautkrebs-Screenings in Berlin
Protest gegen geplante Kürzungen beim Hautkrebs-Screening in Berlin
Am kommenden Mittwoch findet in Berlin-Mitte eine Demonstration gegen die geplanten Streichungen beim Hautkrebs-Screening statt. Die von der Kampagnenorganisation Campact organisierte Kundgebung richtet sich gegen die vorgeschlagenen Änderungen, die kostenlose Vorsorgeuntersuchungen für alle Menschen ab 35 Jahren abschaffen könnten. Die Demonstrant:innen versammeln sich ab 8:30 Uhr in der Nähe des Bundeskanzleramts – zeitgleich mit der Vorstellung des Reformpakets von Gesundheitsministerin Nina Warken im Kabinett.
Die unter dem Motto "Rettet das Hautkrebs-Screening" stehende Aktion erfolgt vor dem Hintergrund stark steigender Hautkrebsraten. Die Fallzahlen haben sich in den letzten 20 Jahren nahezu verdoppelt, was regelmäßige Kontrollen wichtiger denn je macht. Als symbolischen Protest werden sich die Teilnehmenden teilweise entkleiden und Plakate mit Parolen wie "Gesundheit muss bezahlbar bleiben" oder "Ministerin Warken, kürzt uns nicht krank" hochhalten.
Die Campact-Aktivistin Annika Liebert warnt, dass die Abschaffung des zweijährigen Screening-Programms viele Menschen einem erhöhten Risiko aussetzen würde. Eine Petition gegen die Kürzungen hat bereits eine halbe Million Unterschriften gesammelt. Die Demonstration fordert zudem umfassendere Reformen, darunter die Beibehaltung bezahlbarer Gesundheitsversorgung und höhere Beiträge der Pharmaindustrie.
Laut aktuellen Plänen könnte das kostenlose Hautkrebs-Screening für Personen ab 35 Jahren komplett gestrichen werden. Die Protestierenden argumentieren, dass diese Maßnahme Patient:innen unzumutbar belasten und die Früherkennung verschlechtern würde.
Die Kundgebung setzt die Regierung unter Druck, ihre Gesundheitsreformen zu überdenken. Mit einer halben Million Unterstützer:innen hoffen die Organisator:innen, die geplanten Kürzungen noch abwenden zu können. Die Entscheidung wird mitbestimmen, ob Millionen Menschen auch künftig alle zwei Jahre lebensrettende Vorsorgeuntersuchungen erhalten.






