29 April 2026, 16:40

Bayerns Gastronomie kämpft trotz mehr Gästen mit akutem Personalmangel

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Bayerns Gastronomie kämpft trotz mehr Gästen mit akutem Personalmangel

Gastgewerbe in Bayern leidet unter anhaltendem Personalmangel – trotz leicht steigender Besucherzahlen

Trotz eines leichten Anstiegs der Gästezahlen kämpft die Gastronomie- und Hotelleriebranche in Bayern weiterhin mit Personalengpässen. In Fürth stiegen die Übernachtungen im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,5 Prozent. Dennoch finden viele Betriebe nicht genug Mitarbeiter und müssen ihre Öffnungszeiten verkürzen oder das Angebot einschränken.

Während der Pandemie verließen zahlreiche Vollzeitkräfte die Branche. Obwohl die Nachfrage wieder anzieht, bleiben die Löhne ein zentrales Problem. Während ausgebildete Fachkräfte nach Tarifvertrag in Bayern 17,85 Euro pro Stunde verdienen, erhalten viele Beschäftigte nur den gesetzlichen Mindestlohn von 12,82 Euro. Die Kombination aus langen Arbeitszeiten und niedrigen Löhnen erschwert die Personalgewinnung.

Regina Schleser, Regionalleiterin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), kritisiert den Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) für die Einführung von "Sondermitgliedschaften", die Tarifverträge umgehen. Sie fordert, dass Unternehmen stärker in festes Personal und Ausbildung investieren, statt auf kurzfristige Lösungen zu setzen. Die Forderungen der Gewerkschaft kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der landesweite Anstieg der Übernachtungen bei nur 0,8 Prozent liegt – ein Zeichen für eine fragile Erholung.

Fürths Gastgewerbe konnte zwar den Schwung aus dem Rekordjahr 2024 halten und verzeichnete im ersten Halbjahr 2025 rund 149.800 Übernachtungen. Doch ohne ausreichend Personal können viele Betriebe die Nachfrage nicht voll ausschöpfen. Geringere Personaldecke führt zu kürzeren Öffnungszeiten und entgangenen Einnahmen.

Die Erholung der Branche in Bayern verläuft ungleichmäßig: Zwar steigen die Besucherzahlen langsam, doch der Personalmangel bremst das Wachstum. Höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen könnten langfristig entscheidend sein, um den Sektor zu stabilisieren.

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