28 March 2026, 18:30

Münchens Bürgerentscheid zu Olympia 2036 bleibt trotz ÖDP-Kritik rechtmäßig

Plakat für die Olympischen Spiele 1988 in Seoul, Südkorea, das einen Läufer mit dem Olympischen Ring im Hintergrund und den Text "Olympische Spiele" oben zeigt.

Münchens Bürgerentscheid zu Olympia 2036 bleibt trotz ÖDP-Kritik rechtmäßig

Münchens geplanter Bürgerentscheid über die Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 ist nach einer offiziellen Prüfung für rechtmäßig erklärt worden. Die Entscheidung folgt einer Beschwerde der ÖDP-Fraktion, die der Stadt vorwarf, die Abstimmungsunterlagen seien zugunsten der Bewerbung verzerrt dargestellt. Die Abstimmung selbst bleibt für den 26. Oktober angesetzt.

Die ÖDP hatte Bedenken hinsichtlich der Neutralität von Flyern geäußert, die an die Haushalte verteilt worden waren. Die Materialien enthielten Argumente, die Münchens olympische Ambitionen unterstützten, woraufhin die Partei der Stadt vorwarf, einseitig für die Bewerbung zu werben. Eine behördliche Überprüfung ergab jedoch keinen Verstoß gegen die Neutralitätspflicht – der Bürgerentscheid kann daher wie geplant stattfinden.

Bürgermeister Dieter Reiter begrüßte das Ergebnis und zeigte sich zufrieden, dass die Behörden keine Anlässe für eine Beanstandung sahen. Zuvor hatte er den städtischen Ansatz verteidigt und die Bedeutung der Bürgerbeteiligung an der Entscheidung betont.

Trotz des Urteils kritisierte der ÖDP-Fraktionsvorsitzende Tobias Ruff das Verfahren als undemokratisch. Er argumentierte, während die Stadt öffentliche Mittel nutzen dürfe, um für die Spiele zu werben, sähen sich Kritiker unnötigen Hürden ausgesetzt. Die Fraktion hatte Änderungen an den Abstimmungsunterlagen gefordert, war damit jedoch gescheitert.

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München gehört zu vier deutschen Regionen, die sich um die Ausrichtung der Spiele bewerben – neben Berlin, Hamburg und dem Rhein-Ruhr-Gebiet. Die Münchner Bewerbung enthält bisher keine konkreten Nachhaltigkeitskonzepte, während andere Interessenten wie Rhein-Ruhr bereits Pläne für klimaneutrale Veranstaltungen und einen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs vorgelegt haben.

Der Bürgerentscheid über Münchens Olympische Bewerbung findet am 26. Oktober statt. Die behördliche Entscheidung bestätigt die Rechtmäßigkeit der städtischen Kampagnenmaterialien – trotz anhaltender Kritik der ÖDP. Die Münchner Bürger entscheiden nun, ob ihre Stadt im Rennen um die Spiele 2036, 2040 oder 2044 bleibt.

Quelle