Mordprozess: Angeklagter soll Geschäftspartner dreimal auf offener Straße erschossen haben
Bayram JohannMordprozess: Angeklagter soll Geschäftspartner dreimal auf offener Straße erschossen haben
Ein 51-jähriger Mann muss sich wegen eines Prozesses verantworten, bei dem er seinen Geschäftspartner im April vergangenen Jahres auf offener Straße dreimal erschossen haben soll. Die Bluttat folgte einem hitzigen Streit über Investitionen und ausstehende Zahlungen. Das Urteil wird für Mittwochnachmittag erwartet.
Der Vorfall ereignete sich im April 2023 nach einem langen Streit zwischen den beiden Männern. Der Angeklagte behauptete, er habe in einer "Kurzschlussreaktion" gehandelt, als er die tödlichen Schüsse abfeuerte. Später zeigte er Reue und bat die Familie des Opfers um Vergebung.
Videoaufnahmen und Zeugenaussagen platzierten den Beschuldigten am Tatort. Zudem wurden Schmaßspuren an seiner Kleidung gefunden. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete die Tat als hinrichtungsartig und verwies darauf, dass der letzte Schuss auf den Kopf des Opfers abgegeben wurde.
Während des Verfahrens forderte der Anwalt der Opferseite eine Verurteilung wegen Mordes und nannte die Tat geplant und skrupellos. Das Gericht lehnte dies jedoch ab und schloss eine Mordanklage aus. Stattdessen beantragte die Staatsanwaltschaft 15 Jahre Haft wegen vorsätzlicher Tötung, während die Verteidigung auf fünf Jahre plädierte. Der Verteidiger bestand darauf, dass die Tat nicht die Kriterien für Mord erfülle, und schlug höchstens zehn Jahre vor.
Im Mittelpunkt des Prozesses stand die Frage, ob die Tat vorsätzlich geplant oder impulsiv begangen wurde. Die Entscheidung des Gerichts wird das Strafmaß bestimmen – zwischen der Forderung der Anklage nach 15 Jahren und dem Plädoyer der Verteidigung für Milde. Die Urteilsverkündung wird für Mittwochnachmittag erwartet.






