Kempten wählt neuen Oberbürgermeister: Christian Schoch gewinnt Stichwahl 2026
Bayram JohannKempten wählt neuen Oberbürgermeister: Christian Schoch gewinnt Stichwahl 2026
Kempten wählte am 8. März 2026 Oberbürgermeister und Stadtrat
Die Wahl des Oberbürgermeisters ging in eine Stichwahl, da kein Kandidat im ersten Durchgang die absolute Mehrheit erreichte. Amtsinhaber Thomas Kiechle, der 2020 mit 54,32 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden war, sah sich diesmal einer stärkeren Konkurrenz gegenüber.
In der Stadt mit 72.286 Einwohnern lag die Wahlbeteiligung bei den Kommunalwahlen 2026 bei 43,6 Prozent. Im Rennen um das Oberbürgermeisteramt führte Kiechle mit 45 Prozent der Stimmen, verfehlte jedoch die für einen Sieg im ersten Wahlgang notwendigen 50 Prozent. In der Stichwahl am 22. März setzte sich schließlich Christian Schoch mit 55,0 Prozent der Stimmen durch.
Die Ergebnisse des Stadtrats spiegeln ein zersplittertes politisches Bild wider: Die CSU erreichte 26,48 Prozent, gefolgt von den Freien Wählern mit 21,78 Prozent. Die Grünen landeten mit 19,16 Prozent auf Platz drei, die SPD erhielt 9,24 Prozent. Kleinere Parteien wie die AfD (6,81 Prozent), Zukunft für Kempten (6,07 Prozent) und die FDP (4,66 Prozent) zogen ebenfalls in den Stadtrat ein. Die Listen UB/ÖDP, Junge Union und Die Linke erreichten 4,34 Prozent, 1,49 Prozent bzw. 0,97 Prozent.
Kempten, auf 674 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, umfasst eine Fläche von 63,3 Quadratkilometern. Die Wahlen 2026 folgten auf die Kommunalwahl 2020, bei der Kiechle noch deutlich gewonnen hatte. Diesmal führte die politische Verschiebung jedoch zum Sieg Schochs in der Stichwahl.
Christian Schoch wird nun als neuer Oberbürgermeister die Amtsgeschäfte übernehmen. Die Zusammensetzung des Stadtrats zeigt eine Mischung aus etablierten und kleineren Parteien, ohne dass eine Gruppe eine dominierende Position einnimmt. Die Ergebnisse markieren einen Führungswechsel in Kempten nach Jahren unter der Amtszeit Kiechles.






