Jugendhilfe in Regensburg: Haushalt 2026 mit minimalen Steigerungen beschlossen
Freia MansJugendhilfe in Regensburg: Haushalt 2026 mit minimalen Steigerungen beschlossen
Jugendhilfeausschuss beschließt Haushalt 2026 mit minimalen Steigerungen
Der Jugendhilfeausschuss kam am 17. März 2026 zusammen, um den Haushalt 2026 für die Jugendhilfe in Regensburg zu finalisieren. Die vorgeschlagenen Mittel in Höhe von 42,034 Millionen Euro stellen lediglich einen leichten Anstieg von 22.700 Euro gegenüber dem Vorjahr dar. Die Ausschussmitglieder stimmten einstimmig für den Plan, der nun Mitte April die endgültige Zustimmung des Kreistags benötigt.
Maßnahmen zur Kostendämpfung spielten eine zentrale Rolle, um den Haushalt nahezu stabil zu halten. Landrätin Tanja Schweiger erläuterte, dass höhere Erstattungen durch externe Träger, strengere Fallprüfungen sowie neue Pooling-Modelle für Schulbegleitdienste dazu beitrugen, steigende Ausgaben auszugleichen. Diese Schritte folgten einer 2025 eingeleiteten Offensive gegen explodierende Kosten für Einzelfallbetreuung, die die Ausgaben auf ein nicht mehr tragbares Niveau getrieben hatten.
Die Zahlen für 2025 zeigten Fortschritte bei der Reduzierung des Bedarfs: Die Fälle von Schulbegleitung sanken auf 174 im Jahresverlauf, mit durchschnittlich 139 monatlichen Fällen. Die Gesamtausgaben in diesem Bereich gingen um etwa 5 Prozent auf 5,309 Millionen Euro zurück.
Trotz früherer Haushaltsrestriktionen weitete der Ausschuss die Jugendsozialarbeit an Schulen aus. Durch Umverteilung bestehender Personalkapazitäten stieg die Zahl der Standorte mit Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) von 41 auf 46 im Jahr 2025. Eine Kooperation mit einem evangelischen Träger fügte eine weitere Schule hinzu, sodass die Gesamtzahl nun bei 47 liegt. Diese Erweiterung erfolgte ohne Neueinstellungen – ganz im Sinne des Beschlusses vom März 2025, keine zusätzlichen Stellen zu schaffen. Sieben neue Antragsstellungen für JaS sowie zwei Anfragen zur Ausweitung der Betreuungszeiten wurden grundsätzlich bewilligt.
Neue Vorhaben stehen ebenfalls an: Ab Mai 2026 startet ein Pilotprojekt mit ambulanten Sprechstunden in den Familienberatungsstellen Regenstauf und Schierling, betreut von sozialpädagogischen Fachkräften. Die im Oktober 2025 eingerichtete Beratungs-, Vermittlungs- und Schutzstelle (BVS) fungiert mittlerweile als zentrale Anlaufstelle für komplexe Kinderschutzfälle.
Die Haushaltsbeschlüsse für 2026 spiegeln sowohl finanzielle Zurückhaltung als auch gezielte Investitionen in zentrale Handlungsfelder wider.
Der Jugendhilfeetat 2026 tritt mit minimalen Kostensteigerungen in Kraft, während gleichzeitig wichtige Dienstleistungen ausgebaut werden. Das Pilotprojekt zur Beratung sowie die BVS-Stelle zielen darauf ab, sich wandelnde Bedarfe in der Kinder- und Familienhilfe zu bedienen. Die endgültige Verabschiedung durch den Kreistag wird Mitte April erwartet; die neuen Maßnahmen sollen noch im Laufe des Jahres greifen.






