Insiderverdacht: Republikanerin Greene kauft Aktien kurz vor Trumps Zoll-Stopp
Rolf WendeInsiderverdacht: Republikanerin Greene kauft Aktien kurz vor Trumps Zoll-Stopp
Eine neue Debatte über Aktiengeschäfte von Politikern ist entbrannt, nachdem bekannt wurde, dass Marjorie Taylor Greene kurz vor Donald Trumps Ankündigung eines Zollstoppes Aktien im Wert von bis zu 315.000 US-Dollar erworben hat. Die republikanische Kongressabgeordnete nutzte den Zeitpunkt offenbar gezielt aus. Alexandria Ocasio-Cortez fordert nun umfassende Reformen, um zu verhindern, dass Abgeordnete Insiderwissen für private Gewinne ausnutzen.
Ocasio-Cortez warf Greene vor, die Verzweiflung der Bevölkerung für persönlichen Profit auszubeuten. Die Demokratin aus New York hinterfragte, wie hoch die Gewinne der Abgeordneten aus Georgia durch den zeitlich gut gewählten Kauf ausgefallen seien. Zudem bezeichnete sie Trump als Kriminellen, der die Märkte manipuliert habe, um Verbündete zu bereichern.
Das Thema Aktienhandel von Politikern ist nicht neu – bereits in der Vergangenheit gab es Vorwürfe wegen Insidergeschäften. Ocasio-Cortez argumentiert, dass beide Parteien ein Verbot unterstützen sollten, um das Vertrauen in die Regierung wiederherzustellen. Sie fordert ein vollständiges Verbot von Einzelaktiengeschäften für Kongressmitglieder.
Greenes Käufe erfolgten nur kurz vor Trumps Zoll-Ankündigung, was den Verdacht auf Vorabinformationen nährt. Ocasio-Cortez warnte, dass Politiker ohne strengere Regeln weiterhin ihre Positionen für finanzielle Vorteile missbrauchen würden. Ein Verbot von Aktiengeschäften im Kongress könnte die US-Politik grundlegend verändern, indem es einen langjährigen Interessenkonflikt beseitigt. Die aktuelle Kontroverse hat den Druck auf eine Reform weiter verstärkt – Abgeordnete könnten sich zunehmend mit Forderungen konfrontiert sehen, die Praxis vollständig zu beenden.






