10 May 2026, 06:24

Hubigs Reform soll Feminizide als Mord bestrafen – ein historischer Schritt

Altes vergilbtes juristisches Dokument mit der Überschrift "Tribunal Révolutionnaire", das Strafurteile und Hinrichtungskonsequenzen in Frankreich detailliert, geschrieben in Kursivschrift.

Hubigs Reform soll Feminizide als Mord bestrafen – ein historischer Schritt

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig schlägt Reform des Strafgesetzbuchs vor, um geschlechtsspezifische Tötungsdelikte stärker zu ahnden. Die geplante Änderung soll sicherstellen, dass Morde, die allein wegen des Geschlechts des Opfers verübt werden, auch rechtlich als solche anerkannt werden.

Nach geltendem deutschen Recht ist nur bei einer Verurteilung wegen Mordes eine lebenslange Freiheitsstrafe möglich. Totschlag hingegen wird mit deutlich geringeren Haftstrafen geahndet, die zudem eine vorzeitige Entlassung vorsehen. Zwar können Tötungen aus Besitzansprüchen als Mord gewertet werden, in manchen Fällen wird die Tat jedoch als Totschlag eingestuft, wenn eine verminderte Schuldfähigkeit geltend gemacht wird.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Hubigs Vorstoß zielt darauf ab, den Mordparagraphen zu erweitern und Tötungen, bei denen das Geschlecht das alleinige Motiv darstellt, ausdrücklich einzubeziehen. Damit soll eine rechtliche Grauzone beseitigt und verhindert werden, dass solche Fälle zu milderen Anklagen herabgestuft werden.

Die Reform folgt auf Kritik, dass die bestehenden gesetzlichen Regelungen „Feminizide“ – also gezielte Tötungen von Frauen wegen ihres Geschlechts – nicht ausreichend berücksichtigen. Durch eine präzisere Definition von Mord will die Bundesregierung den Opferschutz stärken und härtere Strafen für Täter durchsetzen.

Werden die Änderungen verabschiedet, würden geschlechtsspezifische Tötungsdelikte konsequent als Mord geahndet. Dies würde eine rechtliche Lücke schließen, durch die einige Täter bisher milder bestraft wurden. Die Reform ist Teil umfassender Bestrebungen, Gewalt gegen Frauen durch schärfere gesetzliche Maßnahmen einzudämmen.

Quelle