Hitlers Mercedes 770: Seltene Auktion scheitert trotz Millionenangebot
Verena GuteHitlers Mercedes 770: Seltene Auktion scheitert trotz Millionenangebot
Ein seltener Mercedes-Benz 770, der einst Adolf Hitler gehörte, kam Anfang 2018 unter den Hammer. Das als "Großer Mercedes" bekannte Fahrzeug war eines von nur 88 jemals gebauten Exemplaren und trug als Paradewagen Hitlers besondere historische Bedeutung. Sammler verfolgten die Auktion mit großer Spannung, da die Erwartungen hoch waren.
Das Modell von 1939 war nach Hitlers Vorgaben maßgefertigt worden – mit einer verstärkten Windschutzscheibe und gepanzerten Seitenteilen. Zwischen 1939 und 1943 diente es bei öffentlichen Anlässen zum Transport ausländischer Führungspersönlichkeiten wie Benito Mussolini und Kaiser Hirohito. Unter der Haube verbarg sich ein 7,7-Liter-Reihenkraftstoffmotor mit acht Zylindern, der 230 PS leistete und dem schweren Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h ermöglichte.
Ursprünglich kostete die viertürige Version 44.000 Reichsmark (heute etwa 182.000 Euro), während die Siebensitzer-Ausführung für 47.500 Reichsmark (196.000 Euro) verkauft wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg beschlagnahmten alliierte Truppen den Wagen und brachten ihn in die USA, wo er jahrzehntelang in makellosem Zustand blieb.
Bei der Auktion stieg das höchste Gebot auf sieben Millionen US-Dollar, doch der Verkäufer lehnte es ab – vermutlich in der Hoffnung auf einen höheren Preis. Vorabschätzungen hatten den Wert des Fahrzeugs auf sieben bis neun Millionen Dollar taxiert, was selbst unter Berücksichtigung der Inflation weit über dem ursprünglichen Preis lag.
Die Versteigerung endete ohne Verkauf, sodass die Zukunft des Wagens ungewiss blieb. Seine Seltenheit und historische Verknüpfung sicherten jedoch weiterhin das Interesse von Sammlern. Das abgelehnte Sieben-Millionen-Angebot unterstrich den Status des Fahrzeugs als eines der umstrittensten und wertvollsten Relikte seiner Zeit.






