HEUNISCH schließt Gießerei in Brno nach 64 Jahren Betrieb
HEUNISCH Gießerei kündigt Schließung des Werks in Brno an
Die HEUNISCH Gießerei hat die Schließung ihres Standorts in Brno, Tschechien, bekannt gegeben. Die Entscheidung fällt nach fast 64 Jahren Betrieb – der letzte Abguss ist für den 3. Oktober 2025 geplant. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Umstrukturierung, um die Stabilität der gesamten HEUNISCH-Gruppe zu sichern.
Das Werk in Brno, ursprünglich Teil des Traktorenherstellers Zetor, war 2006 von HEUNISCH übernommen worden. Doch steigende Kosten und strengere Vorschriften machten den Weiterbetrieb unwirtschaftlich. Eine Modernisierung der Anlage hätte allein für die Schmelzprozesse rund 25 Millionen Euro erfordert, zusätzlich wären 5 Millionen Euro für neue Filter- und Abwasserbehandlungsanlagen nötig gewesen, um die EU-Emissionsstandards zu erfüllen.
Hohe Modernisierungskosten, wirtschaftliche Herausforderungen und politischer Druck trugen zur Entscheidung bei. Die Unternehmensführung nannte zudem mangelnde Unterstützung seitens der lokalen Politik und sogar persönliche Drohungen als erschwerende Faktoren. Trotz dieser Schwierigkeiten bleibt HEUNISCH zukunftsorientiert und verpflichtet sich zu einer CO₂-neutralen Produktion an seinen drei verbleibenden Standorten.
Die Schließung soll die finanzielle Gesundheit der gesamten Gruppe schützen. Zwar wird eines der beiden tschechischen Werke geschlossen, doch die Umstrukturierung zielt darauf ab, Arbeitsplätze und Betriebsabläufe an anderen Standorten des Unternehmens zu sichern.
Der letzte Produktionslauf im Werk Brno markiert am 3. Oktober 2025 das Ende einer Ära. Die Stilllegung des Standorts spiegelt sowohl wirtschaftliche Zwänge als auch die wachsenden Anforderungen des Umweltschutzes wider. HEUNISCH wird sich nun auf den Erhalt nachhaltiger Betriebsstrukturen an seinen anderen Standorten konzentrieren.






