Hensoldt verzeichnet Rekordauftragseingang von über 7 Milliarden Euro
Deutscher Rüstungskonzern Hensoldt verzeichnet Rekordauftragseingang
Der deutsche Rüstungshersteller Hensoldt meldet einen deutlichen Anstieg der Bestellungen – der Auftragsbestand erreichte mit 7,07 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Gleichzeitig stieg der Umsatz des Unternehmens im ersten Halbjahr 2025 um über 11 Prozent auf 944 Millionen Euro. Vorstandschef Oliver Dörre sprach von einem "echten Bestellboom", da staatliche Aufträge rasant zunehmen.
Die deutsche Regierung hat ihre Rüstungsausgaben bei Hensoldt massiv erhöht und vergibt mittlerweile Aufträge im Volumen von "zehn- bis zwanzigmal so viel wie früher". In den kommenden Jahren sollen neue Verträge im Gesamtwert von 7,5 Milliarden Euro folgen. Dieser Schub kommt nach einem starken ersten Halbjahr, in dem das Unternehmen Neuaufträge im Wert von 1,405 Milliarden Euro akquirierte.
Um die wachsende Nachfrage zu nutzen, plant Hensoldt bis 2027 Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro. Zudem expandiert das Unternehmen in den Drohnenbereich – durch eine neue Partnerschaft mit dem Technologieunternehmen AVILUS. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die Entwicklung innovativer Drohnensysteme für militärische und zivile Anwendungen.
Auch regulatorisch gab es Fortschritte: Hensoldt erhielt von der Luftfahrtbehörde die Genehmigung für zivile Drohnenoperationen. Damit ist das Unternehmen gut positioniert, um über klassische Rüstungsaufträge hinaus neue Märkte zu erschließen.
Der Rekordauftragsbestand und die steigenden Umsätze spiegeln den deutlichen Anstieg der Verteidigungsausgaben wider. Mit den Investitionen in Drohnentechnologie und den erreichten Zulassungen deutet sich eine weitere Expansion in neue Geschäftsbereiche an. Angesichts der wachsenden staatlichen Aufträge wird Hensoldt voraussichtlich seine Produktions- und Entwicklungskapazitäten in naher Zukunft deutlich ausbauen.






