Grünen-Politiker Krause stoppt Münchner Startbahn mit klarem Wahlsieg
Dominik Krause von den Grünen ist mit einer deutlichen Mehrheit von 56,4 Prozent zum neuen Münchner Oberbürgermeister gewählt worden. Sein Sieg stärkt den Widerstand gegen die geplante dritte Startbahn am Flughafen München, da die Stadt ein entscheidendes Vetorecht bei Flughafen-Entscheidungen besitzt. Das Ergebnis fällt inmitten anhaltender juristischer und politischer Auseinandersetzungen um das Ausbauprojekt.
Krauses Wahl Ende 2025 markiert einen Bruch mit seinem Vorgänger Dieter Reiter (SPD) und unterstreicht Münchens ablehnende Haltung gegenüber der Startbahn. Die Stadt hält einen Anteil von 23 Prozent am Flughafen München, was ihr aufgrund der erforderlichen einstimmigen Zustimmung der Gesellschafter ein faktisches Vetorecht bei großen Vorhaben – einschließlich der dritten Startbahn – einräumt.
Bereits im Frühjahr 2025 hatte das Verwaltungsgericht Klagen des Landkreises Freising, der Stadt Freising und des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gegen die Genehmigung der Startbahn abgewiesen. Trotz dieses juristischen Erfolgs verhängte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ein Moratorium für die Planung bis 2028 und erklärte, dass unter seiner Amtszeit keine Bauarbeiten beginnen würden. Damit entsteht eine doppelte Blockade – neben dem Münchner Veto.
Unterdessen hat der Flughafen einen Antrag eingereicht, um bestätigen zu lassen, dass vorbereitende Arbeiten bereits begonnen haben. Ziel ist es, zu verhindern, dass die Planfeststellung nach zehn Jahren verfällt. Die Lufthansa bleibt eine der lautstärksten Befürworterinnen des Ausbaus; Vorstandschef Carsten Spohr wirbt für eine Kapazitätserweiterung. Krause hatte das Thema Flughafen im Wahlkampf jedoch ausgeklammert, doch sein klimapolitischer Fokus deutet auf anhaltenden Widerstand hin.
Das Wahlergebnis zementiert den Status quo: Münchens Vetorecht und Söders Moratorium halten die dritte Startbahn vorerst auf. Zwar behält der Flughafen die rechtliche Genehmigung, doch kurzfristige Änderungen in der langfristigen Planung sind nicht zu erwarten. Die Pattsituation zwischen Ausbaubefürwortern und politischer Opposition bleibt bestehen.






