Großrazzia in Langenfeld: Organisierte Kriminalität und Scheinwohnsitze aufgedeckt
Rolf WendeGroßrazzia in Langenfeld: Organisierte Kriminalität und Scheinwohnsitze aufgedeckt
Großrazzia gegen mutmaßliche illegale Machenschaften in Langenfeld
Eine großangelegte Aktion gegen den Verdacht auf organisierte Kriminalität, Betrug und Scheinanmeldungen hat in Langenfeld stattgefunden. Eine von Oliver Konsierke, dem Leiter des Ordnungsamts, geführte Einsatzgruppe durchsuchte im Rahmen der Initiative GeKo Rhein-Wupper drei Objekte. Die Operation richtete sich gegen strukturierte Straftaten in der gesamten Region.
Neunzehn Beamte führten die Razzien durch und deckten dabei zahlreiche Verstöße auf. In einem Gebäude in Reusrath wurden zwölf Scheinwohnsitze entdeckt – allesamt auf EU-Bürger aus Osteuropa gemeldet. Diese Personen werden nun abgemeldet.
In einem weiteren Objekt in Richrath kam es wegen eines Meldeverstoßes zur offiziellen Abmeldung. Die Behörden vermuten eine vorgetäuschte Vaterschaftsanerkennung sowie illegale Baumaßnahmen. An einer dritten Adresse gab es Hinweise auf Scheinanmeldungen, die darauf abzielten, Einwanderungsbestimmungen zu umgehen.
Bei den Kontrollen wurden zudem unerlaubte Nutzungsänderungen von Immobilien aufgedeckt, die gegen das Wohnraumstärkungsgesetz verstoßen. Die Beamten stellten fest, dass einige Personen großzügige Wohnflächen erworben hatten, die in keinem Verhältnis zu ihren angegebenen Einkünften standen. Gleichzeitig bleibt der rechtliche Status von sieben weiteren Personen unklar, nachdem auf den Grundstücken Büroräume und Lagerflächen entdeckt wurden.
Die Initiative GeKo Rhein-Wupper zielt darauf ab, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Kampf gegen organisierte Kriminalität zu stärken. Durch den Echtzeit-Austausch von Daten wollen die Behörden Betrug, Schmuggel und Geldwäsche verhindern. Mit weiteren Ermittlungen zu den aufgedeckten Verstößen ist zu rechnen.






