25 April 2026, 22:26

Gesundheitsministerin Warken diskutiert Apothekenreformen in Münsingen

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Gesundheitsministerin Warken diskutiert Apothekenreformen in Münsingen

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken besuchte vergangenen Freitag die Bahnhof-Apotheke in Münsingen, Baden-Württemberg. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit der Apothekeninhaberin Dr. Melanie Gaub standen zentrale Herausforderungen der Branche, darunter Finanzierungsfragen und regulatorische Hürden.

Während des Besuchs bekräftigte Warken die Pläne zur Erhöhung der festen Apothekengebühr – eine seit Langem ersehnte Änderung für viele in der Branche. Gleichzeitig räumte sie die Schwierigkeiten ein, vor denen Apotheken stehen, betonte jedoch, dass einige Reformen der Mitwirkung der Berufskammern bedürften.

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Dr. Gaub bezeichnete das Gespräch als "sehr angenehm" und lobte Warkens Verständnis für die Probleme des Sektors. Ein zentrales Thema war die Forderung nach klareren Regelungen, die es Apotheken ermöglichen, Impfungen durchzuführen und stärker in die gesundheitliche Versorgung eingebunden zu werden. Warken signalisierte grundsätzliche Zustimmung, gab jedoch zu, dass bestehende Vorschriften ihren Handlungsspielraum einschränkten.

Zum Thema Versandapotheken erkannte die Ministerin an, dass deren Wachstum nicht mehr rückgängig zu machen sei. Gleichzeitig forderte sie strengere Kontrollen, um fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Auf Nachfrage zu Details des Besuchs lehnte Warken später weitere Stellungnahmen ab.

Das Treffen bestätigte, dass die Erhöhung der Apothekengebühr weiter voranschreitet. Warkens Besuch unterstrich zudem die anhaltende Debatte über regulatorische Flexibilität und die Rolle der Apotheken im Gesundheitssystem. Weitere Änderungen hängen von der Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden und möglichen Anpassungen der geltenden Gesetze ab.

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