08 May 2026, 08:22

Fürths Oberbürgermeister widerspricht Bas: "Migration wegen Sozialleistungen ist Realität"

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" vor einem Gebäude mit Fenstern, umgeben von Gras, einem Metallzaun, Pflanzen, Bäumen und Fahnen auf Stangen unter einem bewölkten Himmel.

Fürths Oberbürgermeister widerspricht Bas: "Migration wegen Sozialleistungen ist Realität"

Thomas Jung, Oberbürgermeister von Fürth, hat Bundesministerin Bärbel Bas öffentlich für ihre jüngsten Äußerungen zur Migration kritisiert. Im Bundestag hatte Bas behauptet, niemand komme nach Deutschland, um Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen. Jung widersprach dieser Aussage vehement, bezeichnete sie als falsch und warnte vor politischen Risiken, falls das Problem ignoriert werde.

Jung stellte Bas’ Behauptung direkt infrage und legte Belege für gezielte Zuwanderung in das deutsche Sozialsystem vor. Er verwies auf Fälle aus Osteuropa und nicht-europäischen Ländern, in denen Menschen offenbar wegen finanzieller Unterstützung nach Deutschland gekommen seien. Seiner Meinung nach könnte die Leugnung dieser Realität nicht nur der SPD, sondern auch dem öffentlichen Vertrauen in die Migrationspolitik schaden.

Der Oberbürgermeister betonte zudem, wie wichtig es sei, soziale Realitäten anzuerkennen statt sie wegzudiskutieren. Zwar räumte er ein, dass es in Deutschland – und besonders in Fürth – viele erfolgreiche Migrationsgeschichten gebe, in denen Zuwanderer gut integriert seien. Doch warnte er davor, dass die Ignoranz gegenüber sozialleistungsmotivierter Migration die politischen Gräben weiter vertiefen werde.

Jung fügte hinzu, dass auch innerhalb der SPD Politiker seine Bedenken teilten. Er argumentierte, die Partei müsse das Thema offen angehen, um langfristige Schäden für ihre Glaubwürdigkeit und die öffentliche Debatte zu vermeiden.

Der Streit offenbart die Spannungen innerhalb der SPD in Fragen von Migration und Sozialpolitik. Jungs Äußerungen deuten auf eine wachsende Forderung nach Ehrlichkeit bei der Auseinandersetzung mit den Herausforderungen hin – auch wenn er gleichzeitig die Leistungen gut integrierter Migranten anerkennt. Die Debatte könnte die Partei dazu drängen, ihre Position zu diesem Thema neu zu bewerten.

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