14 April 2026, 02:27

Frankenschnellweg in Nürnberg: Ausbau nach Klageabweisung endlich genehmigt

Detailierte alte Karte von Eisenbahn, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten mit Textanmerkungen.

Frankenschnellweg in Nürnberg: Ausbau nach Klageabweisung endlich genehmigt

Ausbaupläne für den Frankenschnellweg in Nürnberg nach Klageabweisung genehmigt

Die Pläne zum Ausbau des Frankenschnellwegs in Nürnberg haben nach der Abweisung einer rechtlichen Klage grünes Licht erhalten. Das rund eine Milliarde Euro teure Projekt soll den Verkehrsfluss verbessern und die Emissionen senken. Umweltverbände lehnen das Vorhaben jedoch weiterhin ab – trotz Zusagen zum Schutz der Anwohner.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wies eine Klage des Bund Naturschutz zurück und bestätigte damit ein früheres Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs. Beide Gerichte kamen zu dem Schluss, dass Umweltbelange und der Schutz der Anwohner im Planungsverfahren ausreichend berücksichtigt wurden.

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Der Ausbau erfolgt in zwei Phasen und konzentriert sich auf die westlichen und zentralen Abschnitte. Im Westen entsteht eine dritte Fahrspur sowie drei Kilometer Lärmschutzwälle, während im zentralen Bereich ein 1,8 Kilometer langer Tunnel und ein neuer, 22.000 Quadratmeter großer Stadtpark gebaut werden. Zudem sind fünf Kilometer Rad- und Fußwege Teil des Projekts.

Mit den Bauarbeiten wird frühestens in einem Jahr begonnen, da zunächst EU-weite Ausschreibungen für die beiden Hauptabschnitte – zwischen der Nürnberger/Fürther Stadtgrenze und der Otto-Brenner-Brücke – erfolgen müssen. Die Vergabeverfahren werden einige Zeit in Anspruch nehmen, bevor mit den Erdarbeiten begonnen werden kann.

Der Freistaat Bayern übernimmt 80 Prozent der geschätzten Kosten in Höhe von einer Milliarde Euro. Die Fertigstellung des gesamten Projekts wird voraussichtlich etwa ein Jahrzehnt dauern.

Nach der Überwindung der rechtlichen Hürden rückt der Ausbau des Frankenschnellwegs nun in greifbare Nähe. Das auf zehn Jahre angelegte Vorhaben wird die Verkehrsinfrastruktur der Region grundlegend verändern – mit neuen Tunneln, Fahrspuren und Grünflächen. Bevor der erste Spatenstich erfolgt, laufen jedoch noch Ausschreibungen und Planungen weiter.

Quelle