31 March 2026, 16:34

EU-Autopaket 2025: Deutschland bremst bei CO₂-Zielen und Elektro-Quoten für Fuhrparks

Plakat, das einen Steuergutschrift von bis zu 7.500 USD für den Kauf eines neuen oder gebrauchten Elektrofahrzeugs (EV) in 2023 ankündigt, mit einem Bild eines Autos.

EU-Autopaket 2025: Deutschland bremst bei CO₂-Zielen und Elektro-Quoten für Fuhrparks

Das Automobil-Paket der Europäischen Union, das Ende 2025 vorgestellt wurde, steht in der Kritik von Branchenvertretern. Deutschland setzt sich für mildere Vorgaben ein, darunter längere Durchschnittsberechnungszeiträume und gelockerte CO₂-Ziele für Transporter. Gleichzeitig warnt der Autovermieter Sixt vor steigenden Kosten durch die Pläne und spricht von einem "Hintertür-Verbot" für Verbrennungsmotoren.

Der Entwurf der Europäischen Kommission, der am 16. Dezember 2025 veröffentlicht wurde, sieht strenge Quoten für emissionsarme und emissionsfreie Fahrzeuge in gewerblichen Flotten vor. Bis 2030 müssen 83 Prozent der Neuwagen in Fuhrparks diese Standards erfüllen, bis 2035 steigt die Vorgabe auf 95 Prozent. Deutschland lehnte den ursprünglichen Entwurf zunächst ab, unterstützte später jedoch Änderungen – etwa Super-Credits für kleine in der EU hergestellte Elektrofahrzeuge und angepasste CO₂-Vorgaben.

Branchenverbände wie der europäische Automobilherstellerverband ACEA, der deutsche Hersteller vertritt, forderten weitere Zugeständnisse. Dazu gehörten die Verlängerung des Durchschnittsberechnungszeitraums auf fünf Jahre (2028–2032) sowie weniger strenge CO₂-Ziele für Transporter: 35 Prozent bis 2030 und 80 Prozent bis 2035. Einige dieser Forderungen flossen in die überarbeitete deutsche Position ein, wie sie im Industrie-Beschleunigungsgesetz vom März 2026 festgehalten wurde.

Sixt-Chef Konstantin Sixt äußerte sich besorgt: Die Regulierung werde Autovermieter zwingen, teure Elektrofahrzeuge anzuschaffen, was zu höheren Preisen für Kunden führe. Das Unternehmen verweist zudem auf Risiken wie die Abhängigkeit von chinesischen Batterielieferungen und logistische Herausforderungen bei der Umsetzung der neuen Vorschriften.

Mit dem Elektrifizierungsschub der EU soll die Umstellung gewerblicher Flotten innerhalb eines Jahrzehnts gelingen. Deutschlands angepasste Haltung spiegelt den Branchen Druck nach flexibleren Fristen und Zielen wider. Die Warnungen von Sixt deuten darauf hin, dass der Wandel für Unternehmen, die auf Verbrennungsmotoren angewiesen sind, finanzielle und operative Hürden mit sich bringen könnte.

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