27 April 2026, 00:34

Deutsche Bahn bekämpft Graffiti-Vandalismus mit Street-Art und Härte

Malerei einer Stadtstraße mit Fußgängern, einem Auto und Gebäuden, signiert 'J.S. Schreibmayr München' unten.

Deutsche Bahn bekämpft Graffiti-Vandalismus mit Street-Art und Härte

Deutsche Bahn geht gegen Graffiti-Vandalismus mit Härte und Kreativität vor

Jedes Jahr gibt die Deutsche Bahn rund zwölf Millionen Euro aus, um illegale Sprühereien von Zügen und Gebäuden zu entfernen. Nun werden im Münchner Osten 26 ihrer Funktionsgebäude von einem bekannten Street-Art-Künstler in großflächige Wandgemälde verwandelt.

Hinter dem Projekt steht Marcus Dörr, eine angesehene Persönlichkeit der Street-Art-Szene. Im Auftrag der Deutschen Bahn bringt er Münchner Wahrzeichen wie die Frauenkirche, die Bavaria-Statue oder die Eisbachwelle an die Wände. Für die Planung seiner Entwürfe nutzt Dörr eine VR-Brille, mit der er die Kunstwerke vor dem Auftragen visualisieren kann.

Zu den Gebäuden, die die neuen Murals erhalten, gehören das Elektronische Stellwerk München Ost, Umspannwerke und weitere Immobilien der Bahn. Die Initiative kommt zu einer Zeit, in der das Unternehmen weiterhin mit massivem Vandalismus zu kämpfen hat. Allein 2024 wurden bundesweit rund 21.000 Fälle von Graffiti an Zügen und Infrastruktur gemeldet.

Neben künstlerischen Lösungen setzt die Deutsche Bahn auch auf härtere Maßnahmen. Illegales Sprühen kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen – von Geldstrafen bis hin zu Haft. Noch gefährlicher ist jedoch, dass Vandalen oft die Risiken lebensgefährlicher Stromleitungen und aktiver Gleise ignorieren, was in der Vergangenheit bereits zu tödlichen Unfällen führte. Um dem Problem entgegenzuwirken, baut das Unternehmen Präventionsprogramme und Aufklärungsarbeit an Schulen aus.

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Die Münchner Wandbilder markieren einen Wandel im Umgang der Deutschen Bahn mit Graffiti. Während illegale Schmierereien weiterhin Millionen kosten, investiert das Unternehmen sowohl in Abschreckung als auch in kreative Alternativen. Die neu gestalteten Gebäude dienen nun gleichermaßen als funktionale Infrastruktur und öffentliche Kunst.

Quelle